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  Storyline oder: Worum es geht
Geschrieben von: Major Weir - 29.06.2020, 16:07 - Forum: Wissenswertes - Keine Antworten



Mitternachtsblau
Alte Welt im Umbruch
Was wäre, wenn man Naturwissenschaften mit Magie verbinden könnte? Wenn ein Gespräch mit einem Geist oder die Wiedererweckung eines Toten möglich wäre? Es ist möglich. Dieses Wissen wird von Alchemisten in ihren geheimen Laboren und Bibliotheken in ganz Europa gehütet. Verbunden in verschwiegenen Geheimgesellschaften, sogenannten Logen, versucht man längst nicht mehr, Stein in Gold zu verwandeln. Warum nicht gleich die Unsterblichkeit anstreben? Der Schlüssel soll im Blut von Vampiren versteckt sein, immerhin sind die Wesen der Nacht unsterblich. Doch auch für andere Forschungen hat sich die Substanz bewährt, sodass seit über hundert Jahren der Bluthandel zwischen Alchemisten und Vampiren gedeiht – und mit ihm der Ehrgeiz, die Grenzen des Möglichen immer weiter auszureizen.

Doch Gerüchte aus Übersee sorgen für Unruhen. In Nordamerika kam die Regierung dem Treiben mordlustiger Vampire auf die Spur und eröffnete fernab der Öffentlichkeit die Jagd auf sie. Ein Untergrundkrieg wütete und Kontakte nach Europa brachen ab. Man munkelt, dass es für die Vampire nicht gut ausging. Die, die fliehen konnten, scheinen Ärger im Schlepptau zu haben. Droht auch bald in Europa eine solche Vampirjagd?

Neue Wege ins Ungewisse
Unsterblichkeit ist nicht das Maß aller Dinge – dies erkannten einige Schüler der Alchemistenloge in Schottland. Sie verließen die Labore und begaben sich auf die Suche nach der Quelle der Magie.
Was sie fanden, waren Elementarwesen, mit denen sie kooperierten und mit der Zeit lernten, selbst Elementarmagie zu wirken. Die Frage, für welche Zwecke diese Macht zu nutzen ist, beschäftigt sie fortwährend. Und was würden die machthungrigen und ehrgeizigen Logen tun, wenn sie davon wüssten?

Es wird immer schwieriger, Geheimnisse zu hüten, wenn alles dichter zueinander rückt. Vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Menschheit von Dingen erfährt, die ihr bekanntes Weltbild erschüttern... Und was dann?

Was erwartet euch?
  • Schreibrollenspiel (RPG) im Genre Dark/ Urban Fantasy
  • Alchemie (Runenmagie & Nekromantie), Naturalisten (Elementarmagie), Vampire und Menschen mit oder ohne special effects spielbar
  • Individuelles Magiesystem kombinier- und erweiterbar mit Wissenschaft
  • Ingame beginnt im Jahr 2019/20 in Edinburgh, UK
  • Registrierung ab dem 18. Lebensjahr möglich
  • Gespielt wird nach Szenentrennung
  • Postdurchschnitt ca. 4000 Zeichen (keine MPL)
  • NPCs zur Gruppenvernetzung und Steuerung des Ingames
  • Handlungsorientierter Fokus mit diversen roten Fäden
  • Aktive, offene und kreative Community, die das Forum mitgestaltet
» Forum | Gesuche | FAQ «

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    Was wäre, wenn man Naturwissenschaften mit Magie verbinden könnte? Wenn ein Gespräch mit einem Geist oder die Wiedererweckung eines Toten möglich wäre? Es ist möglich. Dieses Wissen wird von Alchemisten in ihren geheimen Laboren und Bibliotheken in ganz Europa gehütet. Verbunden in verschwiegenen Geheimgesellschaften, sogenannten Logen, versucht man längst nicht mehr, Stein in Gold zu verwandeln. Warum nicht gleich die Unsterblichkeit anstreben? Der Schlüssel soll im Blut von Vampiren versteckt sein, immerhin sind die Wesen der Nacht unsterblich. Doch auch für andere Forschungen hat sich die Substanz bewährt, sodass seit über hundert Jahren der Bluthandel zwischen Alchemisten und Vampiren gedeiht – und mit ihm der Ehrgeiz, die Grenzen des Möglichen immer weiter auszureizen.
  <p>Doch Gerüchte aus Übersee sorgen für Unruhen. In Nordamerika kam die Regierung dem Treiben mordlustiger Vampire auf die Spur und eröffnete fernab der Öffentlichkeit die Jagd auf sie. Ein Untergrundkrieg wütete und Kontakte nach Europa brachen ab. Man munkelt, dass es für die Vampire nicht gut ausging. Die, die fliehen konnten, scheinen Ärger im Schlepptau zu haben. Droht auch bald in Europa eine solche Vampirjagd?</p>
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    Unsterblichkeit ist nicht das Maß aller Dinge – dies erkannten einige Schüler der Alchemistenloge in Schottland. Sie verließen die Labore und begaben sich auf die Suche nach der Quelle der Magie.
Was sie fanden, waren Elementarwesen, mit denen sie kooperierten und mit der Zeit lernten, selbst Elementarmagie zu wirken. Die Frage, für welche Zwecke diese Macht zu nutzen ist, beschäftigt sie fortwährend. Und was würden die machthungrigen und ehrgeizigen Logen tun, wenn sie davon wüssten?
<p>Es wird immer schwieriger, Geheimnisse zu hüten, wenn alles dichter zueinander rückt. Vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Menschheit von Dingen erfährt, die ihr bekanntes Weltbild erschüttern... Und was dann?</p>
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  <ul> <li>Schreibrollenspiel (RPG) im Genre Dark/ Urban Fantasy</li>
<li>Alchemie (Runenmagie & Nekromantie), Naturalisten (Elementarmagie), Vampire und Menschen mit oder ohne <em>special effects</em> spielbar</li>
<li>Individuelles Magiesystem kombinier- und erweiterbar mit Wissenschaft
<li>Ingame beginnt im Jahr 2019/20 in Edinburgh, UK</li>
<li>Registrierung ab dem 18. Lebensjahr möglich</li>
<li>Gespielt wird nach Szenentrennung</li>
<li>Postdurchschnitt ca. 4000 Zeichen (keine MPL)</li>
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<li>Aktive, offene und kreative Community, die das Forum mitgestaltet</li></ul>
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  Übersicht: Edinburgh
Geschrieben von: Major Weir - 28.06.2020, 13:43 - Forum: Landeskunde Schottland - Keine Antworten

Einführung Edinburgh

Edinburgh liegt im Südosten Schottlands in der Region Lothian und ist seit dem 15. Jahrhundert die Hauptstadt von Schottland. Mit knapp 500.000 Einwohnern, also etwas weniger als ein Zehntel aller Schotten, ist sie immer noch um 100.000 Einwohner kleiner als ihr Nachbar Glasgow. Edinburgh wuchs im Zuge der Industriellen Revolution ab dem 18. Jahrhundert so rasant, dass sie alles bisher Dagewesene übertraf und ihr den Nicknamen „Auld Reekie“ einbrachte – die „alte Verräucherte“. Denn nach der industriellen Revolution vernebelten Fabrikschornsteine die Luft und schwärzte die Sandsteinfassaden der Gebäude, die bis heute dunkel sind. Doch heute ist der Rauch längst abgezogen. Grüne Parks lassen Bewohner und Besucher zu Atem kommen; rauchig dagegen ist heute nur noch der Whisky, der in den Pubs die Kehlen hinunter rinnt.

Ihr ursprünglicher, gälischer Name Dùn Èideann bedeutet „Festung am Hügelhang“, was die Stadt schon mal ganz gut beschreibt. Ihren heutigen Namen aber bekam sie von den Deutschen.
Als das Volk der Angeln nämlich im 5. Jahrhundert nach Britannien kam und große Teile Englands einnahm, drangen diese auch bis nach Schottland vor. Zu der Zeit war es noch als wildes Land der Pikten bekannt. Die deutschen Barbaren schafften es aber auch Dùn Èideann einzunehmen und benannten es in ihrer Sprache Burg Edi, Edinburgh. Zu der Zeit war das Umland noch von Mooren und Seen umgeben, die aber im Laufe der Zeit trockengelegt und oft in Parkanlagen umgewandelt wurden.

Edinburgh kann jährlich 3,5 Millionen Besucher verzeichnen und ist damit eines der beliebtesten Touristenziele des Königreiches. Im Jahr 2015 galt die Hauptstadt und ihre Umgebung noch als unsichere Gegend mit einer hohen Kriminalitätsrate, doch mittlerweile sind die Zahlen vor allem für Raubüberfälle stark zurückgegangen, sodass Touristen hier nicht mehr befürchten müssen, als in anderen Großstädten auch: Taschendiebe.
Reisenden in den umliegenden Bezirken außerhalb des Zentrums wird auffallen, dass die Einwohner zunehmend mehr Scots sprechen. Je mehr Alkohol im Spiel ist, desto stärker wird der Dialekt und plötzlich heißt die Stadt nur noch „Embra“.

Stadtübersicht

Die Edinburgher Innenstadt lässt sich grob in Altstadt (Old Town) und Neustadt (New Town) aufteilen. Die mittelalterliche Altstadt wird dominiert vom Burgberg, der nach Osten hin sanft zum Holyrood Palace abfällt. Edinburgh Castle auf dem Castle Hill überragt alle anderen Bauwerke der Stadt. Der große Platz vor dem Tor dient jährlich im August als Bühne für das Military Tattoo, dem großen Aufmarsch militärischer Kapellen und Tänzer.
Entlang des Burgberges zieht sich die Royal Mile. Typisch für die Altstadt sind die Closes, kleine Gassen die verwinkelt und häufig mit vielen Treppen von der Royal Mile nach Süden und Norden abfallen. Die georgianische Neustadt wurde ab 1766 planmäßig neuangelegt. Sie bestand ursprünglich aus drei parallelen Straßen (Princes Street, George Street, Queen Street) nördlich der Altstadt und wurde später nach Norden erweitert. Die Edinburgher Neustadt gilt als eines der besterhaltenden Beispiele für georgianische Stadtarchitektur.
Genauere Beschreibungen der einzelnen Stadtteile findet man in unserer →Stadtkarte.

Infrastruktur

Der öffentliche Nahverkehr in Edinburgh beruht ausschließlich auf Bussen. Lothian Busses (weinrot) und First Edinburgh (pink/lila) konkurrieren miteinander. Beide haben ein ähnliches Preisgefüge: Fahrkarten werden beim Busfahrer gekauft (für Lothian gibt es auch kleine rote Automaten an manchen Stationen), aber es gibt kein Wechselgeld. Zu beachten ist, dass auf viel befahrenen Strecken nicht jeder Bus an jeder Haltestelle hält: Die Haltestellen sind gestaffelt, Schilder an der Haltestelle geben die Busse an, die dort halten. Busse fahren in etwa von 5 Uhr (sonntags 8 Uhr) bis Mitternacht, zusätzlich gibt es auf den Hauptrouten Nachtbusse im Halbstundentakt.
Edinburghs Waverley Station im Stadtzentrum liegt an der East Coast Main Line, die von London Kings Cross nach Edinburgh und weiter führt. Der Service wird von dem Eisenbahnunternehmen National Express EastCoast betrieben. Scotrail verbindet Edinburgh mit Glasgow, Aberdeen und Perth und weiter in die schottischen Highlands.
Der Edinburgh Airport (EDI) ist ein internationaler Verkehrsflughafen etwa 13 km westlich des Stadtzentrums.

Wusstest du, dass…
  • Edinburgh als erste Stadt der Welt eine eigene Feuerwehr hatte?
  • Edinburgh Castle auf einem erloschenen Vulkan erbaut wurde?
  • J.K. Rowling viele Teile der Harry Potter Bücher in Edinburgh geschrieben hat?
  • Edinburgh mehr denkmalgeschützte Gebäude als jede andere Stadt dieser Welt hat?
  • die berühmte Royal Mile in Edinburgh eigentlich eine Meile und 107 Yards lang (ca. 1,7 km) ist?
  • im Zoo von Edinburgh ein Pinguin lebt, der zum Ritter geschlagen wurde?
  • es mehr Bäume pro Einwohner als in jeder anderen Stadt im Vereinigten Königreich gibt?
  • es mehr Statuen von Tieren als von Frauen gibt?
  • der Jaffa cake in Edinburgh erfunden wurde?
  • der Uhrenturm auf dem Balmoral Hotel die Zeit 3 Minuten zu früh anzeigt?
  • die Stadt sehr hundefreundlich ist?

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  Hinweise zur Charaktervorstellung
Geschrieben von: Major Weir - 28.06.2020, 04:35 - Forum: Charaktervorstellungen - Keine Antworten

Wie stelle ich meinen Charakter vor?

Ihr solltet im besten Fall hier landen, nachdem ihr euch die Regeln durchgelesen habt und mal so quer durch die Hintergrundtexte gebrowst seid. Um euren Char hier vorzustellen, braucht ihr nichts weiter als eine grobe Idee, das können auch mehrere Optionen oder Entwürfe sein. Da dieser Teil aber Teil des Bewerbungsprozesses und verpflichtend ist, basiert er darauf, dass man sich über dieses Konzept austauscht und nicht einfach nur reinwirft, den Steckbrief hinterher und wartet. Wir möchten offene Fragen vorab klären, z.B.
Ist das Charakterkonzept so möglich? Falls nicht, was wären Alternativen?
Wie kann man den Charakter gut und sinnig integrieren?

Hilfreiche Randdaten wären z.B. schon mal ein grobes Alter, die Herkunft, ein Job und mit welcher Gruppierung von Natur aus schon Kontakt besteht. Auch, wenn man ein Gesuch übernimmt, ist es hilfreich, diese Infos nochmal nieder zu schreiben, damit sie jeder einfach schnell nachlesen und ggf. schon Anschluss mit seinem Char anbieten kann.
Ihr könnt hier auch schon eure Avatarperson nennen, was einer Reservierung gleichkommt.

Dieser Prozess kann ein paar Tage dauern, je nachdem, was es so zu diskutieren und zu basteln gibt ^^ Und wenn es so aussieht, als wären alle Fragen geklärt und jede Idee verarbeitet, gibt es einen Annahme-Stempel, der so aussieht:


Mit ihm geht eine Frist von 14 Tagen einher, in der ihr den Steckbrief posten könnt. Reicht die Frist nicht, bittet ihr in eurer Charaktervorstellung einfach um Verlängerung. Näheres zur Accounterstellung könnt ihr im Registrierungsprozess nachlesen.
Eure Charaktervorstellung bleibt so lange „offen“ bis euer Steckbrief durch ist. Mit eurem genehmigten Steckbrief landet die Charaktervorstellung im Archiv, um ggf. später nochmal durchlesen zu können, was ihr mit welchen Spielern für Absprachen getroffen habt.


Für eure Charaktervorstellung könnt – aber müsst nicht – unseren Vorlagencode nutzen:
Code:
<div class="intro_char">
        <div class="intro_head">
            <div class="intro_title">Titel oder Name</div>
            <div class="intro_subtitle">Nützliche Infos? Oder fancy Untertitel</div>
        </div>
        <div class="intro_content">
            <div class="stecki2">Vorstellung</div>
Text zur Charaktervorstellung</div>
    </div>

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  FAQ oder: Wer kann was mit wem?
Geschrieben von: Major Weir - 26.06.2020, 15:19 - Forum: Gruppierungen & Wesen - Keine Antworten

FAQ oder: Wer kann was mit wem?

Hier folgt eine sich stetig erweiternde Frage-Antwort-Liste, die nützlich sein kann, wenn sich Situationen ergeben, die die Hintergrundtexte nicht explizit benennen, oder deren Klärung man nicht auf die Schnelle (wieder)findet.
  1. Können Vampire Alchemisten oder Naturalisten werden?
    Nein, ihre Natur (eine mutierte Form des Paläogens) verhindert Magieanwendung.

  2. Können Alchemisten, Paläogenträger oder Naturalisten Vampire werden?
    Ja, jeder kann zum Vampir werden. Die Folge: Alchemisten und Naturalisten verlieren ihren Zugang zur Magie und können nach der Verwandlung weder Alchemie, noch Elementarmagie anwenden.

  3. Können Alchemisten zu den Naturalisten überwechseln oder umgekehrt?
    Ja, theoretisch schon. Praktisch muss das Ingame aber erst noch den Zeitpunkt erreichen, dass beide Gruppierungen voneinander wissen (Initiative seitens der Spieler erwünscht!).

  4. Gibt es noch andere Möglichkeiten, dass Paläogen zu aktivieren als mit Vampirblut?
    Die Elite nutzt eine leistungssteigernde Droge namens Nova. Da sie auf Vampirblut basiert, aktiviert auch sie bei Paläogenträgern das inaktive Gen. Ansonsten gibt es keine andere Möglichkeit.

  5. Können Alchemisten die Loge verlassen?
    Ja, aber d.h. auch, dass sie keine Forschung mehr betreiben oder Magie anwenden dürfen. Sie werden beschattet, falls man Bedenken diesbezüglich hat.

  6. Kann mein „total normaler“ Mensch Naturalist werden?
    Ja, kann er, doch Grundlage des Wissens über die Elementarmagie ist eine Philosophie, die in Stonehaven geheim gehalten bzw. nur familienintern weitergegeben wird. Über Kontakte ist daher viel möglich.

  7. Kann mein „total normaler“ Mensch Alchemist werden?
    Ja, wenn er ausgewählt wurde oder seine Eltern oder ein Elternteil Mitglied der Loge ist.

  8. Kann mein unwissender Mensch oder Vampir zufällig Elementare sehen?
    Theoretisch ja. Elementare sind der Grund, wieso es so viele Mythen gibt (Nessie, Gnome etc.). Es ist dann einfach nur ein Versehen, dass ein unwissender Mensch einen Elementar zu Gesicht bekommt. Elementare spüren aber, wenn ein Mensch fähig ist, Magie zu spüren/ leiten (also alle außer Paläogenträger und Vampire) und sind dann weniger vorsichtig. Manche Elementare suchen sogar die Nähe.

  9. Kann mein Vampir aus den USA geflohen sein und jetzt in Edinburgh untertauchen?
    Klar, die Verwandtschaft freut sich sicherlich nicht!

  10. Wissen die Geheimorganisation (Vampire, Alchemisten, Naturalisten) von der EliTe und der frisch ausgebildeten MIU?
    Alchemisten und Vampire vor Ort haben gehört, dass in den USA der Untergrundkrieg zwischen Menschen und Vampiren zugunsten der Menschen ausgefallen ist - zumindest würde das erklären, warum plötzlich so viele Kontakte weggebrochen sind. Naturalisten haben (offiziell) keinen Kontakt zu Vampiren, aber wenn, dann könnten sie auch davon gehört haben. Seit Januar 2020 [Ingamestand] ist den Vampiren und Alchemisten in Edinburgh klar, dass eine bis jetzt unbekannte Organisation angefangen hat, Vampire zu jagen. Weitere Informationen, wer dahinter steckt, sind nicht geläufig.

  11. Wissen Menschen (inkl. der Forschung, Elite/ MIU) von Magie?
    Nein, nicht, wenn sie keinen Alchemisten oder Naturalisten privat kennen bzw. in der Familie haben. Auch die Forschung weiß nichts von Magie, nur vom Paläogen (und da auch nur ausgewählte Kreise). Die Elite hat bisher nur die Vampire entdeckt.

  12. Spüren Paläogenträger, dass sie "anders" sind?
    Wenn das Gen aktiviert wird, spüren sie die Veränderungen sehr wohl, aber da sie so unspezifisch sind, kommen sie nicht unbedingt darauf, dass sie plötzlich eine genetische Veränderung durchgemacht haben. Weiterer Kontakt mit Vampiren kann aber die Vermutung nahelegen, dass das Vampirblut die Ursache ist.

  13. Wissen die Geheimorganisationen (Vampire, Alchemisten, Naturalisten) vom Paläogen?
    Nein. Alchemisten und Naturalisten erklären sich die Unfähigkeit zur Magiewirkung durch - meistens - Magie selbst. Dass die Gründe genetischer Natur sein könnten, hat bisher noch niemand bewiesen oder herausgefunden. Auch Vampire wissen nicht, was es für Folgen haben kann, Menschen ihr Blut zu geben oder gar davon abhängig zu machen.

  14. Was tun EliTe und MIU, wenn sie Vampire außerhalb eines Einsatzes entdecken?
    Nicht losballern und eine wilde Verfolgungsjagd einleiten Wink Es ist oberste Priorität, dass die zivile Bevölkerung nichts davon mitbekommt, dass man NH's (Vampire) entdeckt hat. Zudem ist die Lage in Edinburgh noch unklar; man weiß weder, wie viele Vampire sich in der Stadt befinden, noch wo. Es ist daher anzuraten, Informationen zu ihnen zunächst zu sammeln (solange man sich damit nicht selbst gefährdet). In aktiven Einsätzen gelten nochmal andere Regeln.

  15. Werden Vampire in Einsätzen auch gefangen genommen?
    Noch nicht. Offiziell gilt Eliminierung als Messlatte des Erfolgs in der Bekämpfung der Vampire. Doch die amerikanische Regierung ist sehr daran interessiert, ihre Forschung fortzusetzen, und da sie im eigenen Land selbst keine Versuchsobjekte mehr finden, wird man demnächst wohl (eventuell auch ohne des Wissens der Briten) dazu übergehen, Gefangene zu machen (abhängig vom Spielverlauf).

Letzte Änderung: 23.01.22

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  Das Paläogen
Geschrieben von: Major Weir - 26.06.2020, 15:10 - Forum: Gruppierungen & Wesen - Keine Antworten

Das Paläogen

Seit 2003 gilt das menschliche Genom als vollständig entschlüsselt. Diese Entdeckung löste aber nicht alle Fragen über uns, sondern hat vielmehr weitere eröffnet. Zwar kann man nun alle Teile der DNA benennen, aber ihre Aufgaben zu verstehen ist eine andere Sache. Man weiß, dass manche Teile Proteine herstellen, andere Bauanleitungen sind. Und andere wiederum sind ein evolutionäres Überbleibsel und besitzen keinerlei Aufgaben.

Das Institute for Genomic and Experimental Medicine (IGEM) in Edinburgh ist ein staatlich gefördertes und international renommiertes Institut für Genetik und Mikrobiologie, das sich mit Krankheitsbekämpfung und –prävention beschäftigt, aber auch Verwandtschafts- und Pränataltests anbietet. Vor einigen Jahren brachte der schottische Wissenschaftler Dr. Dale im Rahmen eines groß angelegten Projekts Genproben aus unterschiedlichen Ländern mit. Er arbeitete an einer Gensequenz, die man bis heute als einen Rest menschlicher Vorfahren bezeichnet; nutzlos und inaktiv. Augenscheinlich. Sie decken sich mit den Funden, die man vom homo erectus hat, dem Vorfahren des homo sapiens, der sich zum modernen Menschen entwickelte, während sich seine Verwandten ab einem gewissen Zeitpunkt getrennt weiter entwickelten und schließlich ausstarben.
Seine Forschung hatte anfangs nur eine genauere Aufschlüsselung der evolutionären Entwicklung des Menschen zum Ziel, bekam allerdings einen ganz neuen Fokus, als er die Genproben einiger Männer und Frauen erhielt, die eine Reihe von Merkmalen aufwiesen, deren Ursprung sich nicht erklären ließ: Alle Personen waren laktoseintolerant, vertrugen kein Gluten, erkrankten selten an Infektionskrankheiten und waren allesamt physisch sehr leistungsfähig. An sich nichts Ungewöhnliches, wenn diese Merkmale nicht innerhalb kürzester Zeit in Erscheinung getreten wären. Alle Probanden bezeugten, dass sie in der Vergangenheit keinerlei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, dafür aber z.T. andere Allergien besessen hätten, die nun verschwunden wären. Sie wären auch niemals besonders sportlich oder außergewöhnlich gesund gewesen. Da man sich nicht erklären konnte, woher diese Veränderungen kamen, suchte man eine Antwort in den Genen.
Nur, weil man sich zufällig zeitgleich mit dem eigentlichen Forschungsprojekt über die inaktiven Genreste beschäftigte, stellte man fest, dass die neuen Proben in genau dieser Gensequenz Unterschiede aufwiesen. Sie waren aktiv und stellten Proteine her, die zu eben besagten Merkmalen führten. Kurzum: Ein als funktionslos geltender Genteil des homo erectus war plötzlich wieder aktiv geworden. Die Frage war nur – warum?

Man benötigte genauere Informationen über den Zeitpunkt, ab wann die Veränderungen im Körper eingetreten waren. Also interviewte man die Probanden und fand heraus, dass beinahe alle Kontakt mit Personen hatten, die man nach neuesten Erkenntnissen aus den USA als NHs bezeichnet. Vampire. Der wissenschaftliche Austausch zwischen amerikanischen Biologen, die im Rahmen der streng geheimen Operationen gegen die NHs auch eben jene Zielobjekte untersuchten, und dem Projekt von Dr. Dale begann im Jahr 2019 und ungefähr zeitgleich, als sich Washington mit London in Verbindung setzte. Seitdem liegen nun auch Genproben von NHs vor, die wiederum ebenfalls alle das aktive Evolutionsgen besitzen. Man hat das aktive Gen Paläogen getauft, abgeleitet von der Zeit des Paläolithikum, in das man den homo erectus zurückdatierte.
Zu folgenden Erkenntnissen ist man bisher im Institut in Edinburgh gelangt [Stand: Dezember 2019]:
  • Jeder Mensch trägt die inaktiven Überbleibsel seiner Vorfahren homo erectus in seiner DNA
  • Dieser Genrest kann bei einigen (aber nicht allen!) Menschen aktiviert werden, wenn sie Kontakt zu einem NH haben, genauer gesagt, dessen Blut sich vermischt
  • Das aktivierte Gen, genannt Paläogen, führt zu einigen physischen Veränderungen
  • Alle NHs besitzen eine mutierte Variante des Paläogens

Die Frage ist nun, was man mit diesen Erkenntnissen (die nicht öffentlich, sondern nur den Projektmitgliedern und entsprechenden Förderern bekannt sind) erreichen kann. Dazu benötigt es mehr Probanden mit einem aktiven Paläogen sowie NHs.

Was Dr. Dale und sein Team (und damit die britische Regierung bzw. das MIU) nicht wissen:
  • Die amerikanischen Kollegen, die die Proben der NHs lieferten, wissen, dass beinahe alle Einsatzkräfte der Elite das aktive Paläogen in sich tragen
  • Das Paläogen ist vermutlich der Grund, weshalb sie sich im Kampf gegen die NHs beweisen konnten
  • Amerikanische Wissenschaftler haben aus dem Blut von NHs eine leistungssteigernde Pille namens Nova erfunden, die Einsatzkräfte ohne Paläogen auf eine ähnliche Kondition bringt und bei inaktiven Paläogenträgern das Gen aktiviert
  • Paläogenträger haben ein besonderes Gespür dafür, wenn NHs anwesend sind und können von diesen durch Gedankenmanipulation nicht beeinflusst werden (nur kurzzeitig hypnotisiert, s. Vampire → Stufe 1 Wahrnehmungstäuschung)

Dieser Wissensvorsprung besteht auch bei den Elite-Mitgliedern, die nun in verschiedenen britischen Städten zusammen mit der MIU eingesetzt werden. Sie müssen über das Paläogen absolut schweigen, ebenso darüber, dass sie über eine Droge verfügen, dass sie im Einsatz leistungsfähiger macht.

Paläogenträger in der Gesellschaft
Alle bisherigen Erkenntnisse über das Paläogen befinden sich unter Verschluss und sind nur den Wissenschaftlern im Projekt selbst sowie den Förderern dahinter bekannt, also der britischen und amerikanischen Regierung, die auch die Einsätze gegen die NHs koordinieren.
Unabhängig vom Wissensstand des Instituts oder der Amerikaner ist die Lage in der Bevölkerung wie folgt: Ungefähr 40% aller Menschen haben die Veranlagung auf ein Paläogen, also ein aktiviertes Überbleibsel des homo erectus. Sollte einer von den 40% von Vampiren wissen und sich mit ihnen auf ein Blutgeschäft einlassen, d.h. sich als Spender anbieten und dafür selbst etwas Vampirblut konsumieren (für ein süchtig machendes Hochgefühl), wird das bis dato inaktive Gen aktiv. Vampirblut muss in den eigenen Blutkreislauf gelangen, um die Aktivierung in Gang zu setzen. Es folgt dann eine 24-stündige Phase mit grippeähnlichen Symptomen, v.a. Fieber und Gliederschmerzen, ehe diese wieder verschwinden und der Paläogenträger seinen Alltag normal fortsetzt. Weitere Veränderungen treten im Laufe der nächsten 4 Wochen auf: eine Unverträglichkeit gegenüber Laktose und Gluten, ein verbessertes Immunsystem und damit einhergehend ein geringeres Infektionsrisiko und höhere physische Belastbarkeit (geringeres Schmerzempfinden, höhere Ausdauer/ Leistung, kürzere Erholungszeiten). Voraussetzung für das gesteigerte Immunsystem ist, dass der Träger auch seine Ernährung entsprechend anpasst, ansonsten wird er mit den bekannten Symptomen von Zöliakie und Laktoseintoleranz zu kämpfen haben, was wiederum seine Verfassung eher schwächt als stärkt.

Paläogenträger & Magie
Alchemisten, die sich einen Lehrling suchen, schicken diesen zunächst in einen Test, den sie Selbsterkenntnis nennen: Dieser zeigt, ob der zukünftige Lehrling in der Lage ist, Magie zu leiten. Ist er es nicht, fällt er aus der Auswahl heraus und kann keine Ausbildung beginnen. Ähnliches trifft auf die Naturalisten zu, die für die Elementarmagie auf die Elementare angewiesen sind. Manchen Menschen zeigen sie sich nie und gehen mit ihnen erst Recht keine Bindung ein. Sie können also nicht erlernen, Elementarmagie zu wirken.

Dieses Phänomen versucht man sich zu erklären, indem man davon ausgeht, dass manche Menschen einfach keinen „Draht“ zur Magie besitzen. Warum? Das wissen weder Alchemisten noch Naturalisten (kein Wunder, dass sie glauben, etwas „besonderes“ zu sein).
Die Erklärung dafür liegt in den Genen; die genannte prähistorische Gensequenz entscheidet, ob der Träger empfänglich für Magie ist oder nicht. Allen Menschen, denen ein potentiell aktives Paläogen eigen ist, ist magisches Wirken nicht möglich. Das Paläogen kann sogar noch inaktiv sein, trotzdem fällt es durch die o.g. Tests. Es scheint einfach nicht kompatibel mit Magie zu sein.

Paläogenträger & Vampire
Haben die Paläogenträger regelmäßigen Kontakt mit Vampiren, werden sie feststellen, dass sie deren Gegenwart spüren können. Eine Form von Gefahrensinn springt an, erhöht den Puls, stellt Härchen auf und pumpt Adrenalin in den Körper. Kurzum: Man ist alarmiert. Mit etwas Übung kann man das Gefühl von Alarmbereitschaft unterdrücken bzw. herunterspielen, oder aber sich darauf spezialisieren, um den Standort in diesem Radius genauer zu bestimmen. Besonders ist, dass man sogar die Nähe von Ghulen spüren kann. Sowohl Vampire als auch Ghule müssen sich in einem Radius von 50m (knapp 8.000qm) zum Paläogenträger befinden, damit der "Sinn" funktioniert, wobei auch hier das alarmierende Gefühl zunimmt, je näher man sich dem Ziel befindet. Bei 50 Metern ist es zu vergleichen, als würde man beobachtet oder gar verfolgt werden, und man kann nur sehr grob die Richtung, aber weniger die genaue Distanz einschätzen. Nähert man sich dem Vampir bis auf 25 Meter, wird der Fluchtinstinkt stärker, und trainierte EliTe-Kämpfer mit Vampirerfahrung können sich dem Vampir bis 5 Metern zielgenau nähern sowie ungefähr einschätzen, wie weit er entfernt ist.
Im Umkreis von 5 Metern oder weniger ist das Gefühl fast schon aufdringlich und nicht zu ignorieren, doch man könnte nicht mehr genau ausmachen, wer Mensch und wer Vampir ist, wenn man sich in einer Menschenmenge befindet. Trainierte Paläogenträger haben allerdings gelernt, auch andere Indizes zu erkennen.

Auch wenn Paläogenträger die Nähe zu Vampiren nicht als einladend empfinden, weil sie sich dafür zu sehr wie „unter Strom“ fühlen, können persönliche Interessen und ein starker Wille dieses Gespür auch ins Abseits drängen. So kann es sogar dazu kommen, dass ein Paläogenträger mehr als nur einmal an Vampirblut gelangt; Im Falle, dass der Paläogenträger regelmäßig Vampirblut einnimmt, würde er Gefahr laufen, sehr schnell in eine Abhängigkeit zu geraten, die nicht nur psychisch ist (wie sie auch bei Menschen ohne aktivem Gen eintreten kann), sondern auch körperlich spürbar ist, und zwar als Durstgefühl. Würde er das Spiel weiter treiben, müsste er feststellen, dass einzig das Vampirblut diesen Durst löscht. Es treibt ihn schlichtweg in den Wahnsinn.
Ausweg aus dieser Misere ist der Tod oder die Verwandlung zum Vampir. Aber Achtung! Paläogenträger, die vor der Verwandlung schon von Vampirblut abhängig waren, werden auch nach der Verwandlung so sehr auf dieses Blut spezialisiert sein, dass ihnen Menschenblut wenig Sättigung verschafft. Sie werden zu Vampiren, die andere Vampire jagen.
Da vampirische Manipulation bei Paläogenträgern nur auf Stufe I funktioniert, ist die körperliche Abhängigkeit ein Mittel, um sie abhängig und gehorsam zu machen. Dass eine Verwandlung allerdings vampirjagende Vampire zur Folge hat, ist nicht unbedingt bekannt, was sehr dafür spricht, dass Vampire eher dazu tendieren, abhängige Menschen zu töten statt zu verwandeln.

Letzte Änderung: 12.06.21

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  Übersicht: Lokale Gruppierungen
Geschrieben von: Major Weir - 16.06.2020, 17:13 - Forum: Gruppierungen & Wesen - Keine Antworten

Übersicht lokaler Gruppierungen & ihrer Vernetzungen



Als 1915 die Alchemisten aus London nach Schottland übersiedelten und ihre Loge in bzw. unter dem gerade erst fertig erstellten Observatorium auf Blackford Hill errichteten, hatte die so weit im Norden abgelegene Lage nur Gutes versprochen: Fernab der Hauptstädte konnte man in Ruhe seinen Studien nachgehen. Ganz verschont blieb Edinburgh während der beiden Weltkriege zwar nicht, doch der Hauptsitz der Loge war vor den Bombenangriffen nicht betroffen. Der erste Direktor des Observatoriums, ein Professor der Astronomie an der University of Edinburgh, wurde relativ bald ersetzt von einem Londoner Professor, der – natürlich – Mitglied der Loge war. Seitdem ist das Observatorium fest in der Hand der Loge und ein relativ autonom verwalteter Teil der Universität, Die Gelder kommen zum größten Teil von der gemeinnützigen Stiftung „Royal Observatory Edinburgh Trust“, für die natürlich immer fleißig geworben wird.
Das Observatorium hat ein Besucherzentrum für die Öffentlichkeit, wo Besucher astronomische Instrumente und einiges über Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei lernen können. Schulklassen sind hier oft gesehene Gäste. Der Rest der Anlage ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, nur für Studenten der Astrophysik mit Voranmeldung. Sowohl in den Gebäuden, als auch unter ihnen befinden sich die Labore der Alchemisten. Ein weit verzweigtes Netz aus Gängen und Räumen erstreckt sich über bzw. unter einen Großteil des Blackford Hill. Der Hauptzugang zu den unterirdischen Laboren wird von Goliath, einem Wiederbelebten, bewacht. Er ist der einäugige Türsteher, der das alchemistische Zeichen eines jeden Mitglieds der Edinburgher Loge auf seinem Körper trägt. Man muss ihm sein Zeichen zeigen, damit er einen passieren lässt.

Logenmeister in Edinburgh ist der Alchemiemeister der I. Lehre Prof. Thomas Brooks, der unter dem Pseudonym Edward Harvey Direktor der Royal Observatory Edinburgh und der gleichnamigen Stiftung ist. Er war bis 2010 Regius Professor für Astrophysik an der University of Edinburgh School of Physics and Astronomy, musste dann aber aus Gründen der Anonymität die Lehre beenden. Als Direktor des Observatoriums kümmert er sich vor allem darum, dass jede Entscheidung und jede Stellenbesetzung in den Händen der Loge bleibt.
Seine Position als Direktor wird sehr wahrscheinlich von Caleb Lennox, Ratsmitglied der Loge und ebenfalls Meister der I. Lehre, übernommen, sobald Edward Harvey offiziell „in Rente“ geht.

Weitere einflussreiche/ führende Positionen, die von Alchemisten besetzt sind:
  • Leiter der School of Chemistry, University of Edinburgh
  • 3 von 58 Stadträte von Edinburgh (City of Edinburgh Council)
  • Redaktionschef der Sparte "News" der schottischen Tageszeitung The Scotsman
  • Besitzer der Apex Hotelkette in Edinburgh (Familienunternehmen)

Alchemisten sind aber nicht nur in den oberen Reihen der Gesellschaft vertreten, sondern bieten ihre Dienste auch auf dem Schwarzmarkt an. Wohlgemerkt, ein sehr beschränkter und nur sehr wenigen Personen bekannter Schwarzmarkt. Und nicht jeder Alchemist verkauft sein Genius für Geld. Es gibt Menschen, die von dem Geheimbund wissen. Vielleicht, weil sie familiäre Verbindungen dorthin besitzen, selbst aber nichts mit der Loge zu tun haben, oder weil sie schlicht und ergreifend erpresst werden. Oder sich das Geschäft lohnt? Ein paar Hundert Pfund für einen effektiven Schutzzauber für die eigene Wohnung, um wieder ruhig schlafen zu können, oder ein Trank, der chronisches Leiden mildert? Ein Gespräch mit dem Geist von Großmutter, um den Code für den Safe doch noch zu bekommen? Wäre möglich - wenn man die richtigen Namen und Treffpunkte kennt. Man munkelt, im Café des Apex Hotels (fragt sich nur, in welchem?) wüsste ein (nur welcher?) Kellner etwas darüber. Oder war es doch die Botanikerin in den Royal Botanic Garden? Die Friseurin im Haarsalon in Stockbridge?

Wenn die Alchemisten nicht im Observatorium sind, dann treffen sich einige von ihnen gerne im inoffiziellen Pub The Drunken Ghoul in bzw. unter Old Town. Durch eine der zahlreichen schmalen Gasse gibt es einen Weg hinab in ein Kellergewölbe, das Teil der Edinburgh Vaults ist: 120 Zimmer, die man nach den großen Feuern für Lager, aber auch Geschäfte und Tavernen errichtet hatte. Offiziell sind sie geschlossen und verlassen, und nur geführte Touren für Touristen zeigen einen Bruchteil der unterirdischen Kammern, um die sich allerlei Schauergeschichten ranken – nicht nur, um Touristen zu unterhalten. Auch Alchemisten gehen davon aus, dass in diesen Gängen und Zimmern Geister und einige Ghule ihr Unwesen treiben. Sich dort ohne Führung hinunter zu wagen, ist ein Risiko.
Der unterirdische Pub der Alchemisten ist nur jenen selbst und den Vampiren bekannt, die den Rest der weit verzweigten Gewölbe unter der Stadt für sich nutzen. Nicht unbedingt als Behausung, aber um umgesehen und sicher von A nach B zu gelangen, vor allem tagsüber.
Besagter Pub ist auch der Ort, wo Geschäfte zwischen Vampiren und Alchemisten abgeschlossen werden. Vampirblut ist vermutlich die kostbarste Ware, die hier über den Tisch geht, aber nicht die einzige: Um das zu erhalten, bieten Alchemisten Runenmagie an, z.B. Schutzkreise, die das Haus eines Vampirs schützen, oder den Trank, der den Blutdurst stillen kann. Oder Drogen, die auch bei Vampiren wirken. Und auch, wenn man aufgrund der Gefahr einer psychischen Abhängigkeit nicht offen darüber spricht und es eher im Verborgenen praktiziert, aber ein direkter Blutaustausch bringt ebenfalls einen gewissen Kick für die Nacht.


Schottlands Vampire lebten von jeher weit verstreut oder nur in kleinen Familienverbunden. Die Städte waren niemals groß genug, um sich längerfristig in ihnen aufzuhalten, zumindest nicht dann, wenn man versuchte einen Fuß in der Gesellschaft und deren Geschäften beizubehalten. Der ganze Zwist zwischen den Häusern in Europa ging an ihnen weitestgehend vorbei, auch wenn sich auch aus Schottland einige Vampire auf den Weg nach Nordamerika machten. Gewisse Verwandtschaft ist durchaus noch vorhanden.
Ihr bedeckter Lebensstil gehört quasi zum guten Ton: Walte im Hintergrund und ziehe die Fäden, aber trete nicht ans Licht könnte das Credo der ortsansässigen Vampire lauten. Solche, die aus der Reihe tanzen und damit alle anderen gefährden, räumt man daher selbst aus dem Weg oder schmeißt sie kurzerhand aus der Stadt. Übrigens pflegen nicht alle Vampire Kontakt mit Alchemisten; das Misstrauen gegenüber den nerdigen Forschern ist zu groß, um ihnen bedenkenlos das eigene Blut zu verkaufen.
Die Altstadt ist bevorzugtes Jagdgebiet der Vampire, da sie sich dort dank der unterirdischen Gänge auch tagsüber gut bewegen können. Außerdem findet man in keinem anderen Stadtteil so leicht betrunkenes Feiervolk und verirrte Touristen (oder betrunkene, verirrte Touristen), wie hier.
Viele, wenn nicht gar die meisten, Vampire in Edinburgh kennen sich und pflegen ein lockeres, aber funktionierendes Informationsnetz. Wie in einem Dorf verbreiten sich Gerüchte am schnellsten und daher hat man die letzten Jahre mit Bangen Richtung Nordamerika gesehen und versucht, über Beziehungen herauszufinden, was genau dort stattfand oder noch immer stattfindet. Als sich vor einigen Monaten die ersten Bekannten aus Übersee für einen „Heimatbesuch“ ankündigten, wurden die Edinburgher Vampire nervös. Sehr wahrscheinlich werden sie den Konflikt aus den USA nach Großbritannien bringen und das ist das Letzte, das man hier will. Doch die Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen, denn in London rollten die ersten Köpfe…


Mitte 2019 schickte Washington einige erfahrene Mitglieder speziell ausgebildeter Einsatzteams (Eliten) nach London, um die dort untergetauchten „Terroristen“ (non-humans/ Vampire) aufzufinden. Gleichzeitig werden ausgewählte Polizisten des britischen Verteidigungsministeriums ausgebildet, um das amerikanischen Team zu verstärken. Man legt sich für die ersten Einsätze auf folgende Städte fest: City of London, Leeds, Manchester, Liverpool, Cardiff und Edinburgh.
Anfang Dezember wird eine Handvoll Einsatzkräfte – eine Mischung aus amerikanischen und britischen Spezialisten – in Edinburgh stationiert. Sie unterliegen dem Kommando des Chief Constable des Verteidigungsministeriums, vertreten durch Commander Jillian Dale in Edinburgh.
Man kann davon ausgehen, dass die amerikanische Regierung durch ihre Teams über jeden Schritt informiert wird und großes Interesse daran hat, Zielpersonen zu finden – denn nur dann hätten sie eine Rechtfertigung, sich weiterhin in das Geschehen einzumischen, ihre spezialisierten Waffen einzusetzen und auf fremdem Boden ein militärisches Standbein zu errichten.
Die Elite und alle Polizisten der MIU, die aus anderen Städten Großbritanniens nach Edinburgh entsandt wurden, werden in einem alten Gebäude der Scotland Police in East Town untergebracht; ein altes Gebäude mit so dickem Mauerwerk, das nicht einmal Telefonanrufe durchkommen wollen. Und die Rohre lassen auch zu wünschen übrig. Eine nette Willkommensbotschaft vielleicht?

Mehr Infos zum Einsatzteam speziell in Edinburgh → hier.


Der Gründer der Naturalisten wurde mit seinen sechs Schülern in Stonehaven sesshaft, wo sie ihre Philosophie festlegten und die Studien mit der Elementarmagie betrieben. Die Familie McAllister, Nachkommen einer von Cavendishs Schüler, wohnt noch heute im Anwesen in Stonehaven, wo sich auch die Originalschriften der II. Lehre befinden. Das Anwesen ist nach wie vor der Treffpunkt zum Austausch (meistens monatlich). Mittlerweile lebt die 4. Generation an Naturalisten (ca. 25- 40 Jahre alt) mit ggf. Nachkommen (5. Generation) aber nicht mehr nur in Stonehaven, sondern auch anderen Städten und Gebieten Schottlands, darunter Edinburgh. Einige von ihnen unternehmen aktuell den Versuch, Holyrood Park und Pentland Hills mittels Elementarmagie von menschlichem Einfluss zu „reinigen“, also die Vegetation zu stärken und das Grundwasser zu klären, um aus dem Hügel einen Kraftort entstehen zu lassen. Sollten sich dort Elementare wohl fühlen, müsste man nicht mehr weit raus in die Highlands fahren, um sie aufzusuchen.
Außerdem befindet sich der Botanische Garden in Stockbridge in der Hand von Eilísh Crenshaw, Naturalistin (Erdmagie) und Botanikerin mit einem Lehrauftrag an der University of Edinburgh.
Die Existenz der Naturalisten ist der Loge nicht bekannt. Die Naturalisten hingegen wissen von den Alchemisten, aber bis auf einige Schauermärchen ist ihnen nichts Näheres bekannt. Wie lange diese Unwissenheit wohl noch bestehen wird?

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Geschrieben von: Major Weir - 14.06.2020, 05:41 - Forum: Support, Feedback & FAQ - Antworten (160)

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Verzage nicht, Rettung naht! Ob nun in kleinen oder großen, sinnvollen oder sinnlosen Fragen; irgendjemand wird sich der Sache schon annehmen. Irgendwann. Bestimmt.

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  Naturalisten
Geschrieben von: Major Weir - 13.06.2020, 05:59 - Forum: Gruppierungen & Wesen - Keine Antworten

Naturalisten


  • Naturalisten sind eine lokal agierende, abgespaltene Gruppe der Alchemisten
  • Ihr Gründer war Emmet Cavendish, der der Londoner Alchemistenloge angehörte
  • Naturalisten lehnen die Verlängerung des eigenen Lebens ab und ihnen ist ein intaktes Ökosystem (magische Kraftorte) wichtig
  • Cavendishs kritische Einstellung gegenüber den Alchemisten wird von den heutigen Naturalisten fortgesetzt
  • Visionen oder Weissagungen sind nur sehr wenigen Personen möglich (aktuell niemand bekannt)
  • Man muss Elementare finden, um Magie nutzen zu können
  • Elementare können Gegenstände magisch aufladen, die man dann anwenden kann (Grad 1)
  • Elementare können sich auch direkt mit dem Naturalisten verbinden und hinterlassen dabei magische Spuren an ihm, die ihn später befähigen, selbst Magie wirken zu können (Grad 2)
  • Der Gebrauch von selbst erzeugter Elementarmagie führt zu extremen Charakterzügen und erhöht die Sensibilität für lokale Naturzerstörung
  • Jedem Naturalisten ist nur ein einzelnes Element von Geburt an zugesprochen


Historie (click)


19. Jh.
Als man 1802 in der Mainzer Loge eine just entdeckte Keilschrift übersetzt, ist man sich schnell einig, dass ihr Inhalt eine magische Lehre sein musst. Es handelt sich sogar um eine ganze Sammlung. Doch die Euphorie über den Fund bricht schnell zusammen; statt eine ebenso mächtige Anleitung wie die Runenmagie gefunden zu haben, findet man sehr esoterisch-spirituell anmutende Instruktionen, um eine vielleicht eintretende Zukunft vorhersehen zu können. Die praktischen Umsetzungen sind daher nicht erfolgreich, weder in Mainz noch in Prag, Athen oder London. Erst 1898 wird von einem Londoner Alchemisten berichtet, dem es gelingt, mit Pyromantie in die Zukunft zu sehen. Sein Name ist Emmett Cavendish. Doch gerade, weil er der einzige zu sein scheint, der die Schriften richtig anwenden kann, behandelt man ihn eher mit Skepsis. Nichtsdestotrotz darf er seine Schüler wählen und in der II. Lehre ausbilden.
20. Jh.
Der Erste Weltkrieg wütet in Europa und die Erfolge der Londoner Loge in der Verarbeitung von Vampirblut, um den lebensverlängernden Trank herzustellen, sind bedroht, als ein Teil des Hauptquartiers zerstört wird. Cavendish hatte zuvor diese Zerstörung vorhergesagt, doch man wollte ihm nicht glauben. Erst mit der ersten Bombe beschließt die Loge, einen neuen Standort zu suchen und entscheidet sich 1915 für Edinburgh. Cavendishs Ansehen steigt, doch er kritisiert die Versuche mit dem Vampirblut stark; diese unnatürliche Verlängerung würde ihnen allen nur Unheil bringen. Er spricht von einer Vision, in der er eine mit dem Vampirblut verbundene Krankheit sehen würde, die sich ausbreiten wird. 1919 wendet er sich mit seinen sechs Schülern von der Loge ab und die Schriften zur II. Lehre verschwinden mit ihm. Er und seine Schüler tauchen unter und brechen den Kontakt mit den Alchemisten ab. Sie nennen sich nun Naturalisten, leben in einem losen Verbund außerhalb Edinburghs und verfolgen andere Ansätze, nämlich, die Natur als Quelle der Magie zu betrachten, nicht die Lehren. Kurz vor Cavendishs Tod 1940 entdecken sie den ersten Kraftort und Elementare, die sie zu studieren beginnen.
heute
Cavendish und seine ersten sechs Schüler sind mittlerweile verstorben, aber sie haben ihr Wissen an ihre Kinder weitergegeben. Somit sind alle heute lebenden Naturalisten mit den Alchemisten, die einst die Loge verließen, verwandt. Die Erfolge mit den Elementen sind beachtlich und das Wissen darum bleibt in Familienhand, auch wenn man aktuell darüber nachdenkt, Lehrlinge zu suchen. Einige Familien leben wieder in Edinburgh, halten sich aber bedeckt, um sich vor den Alchemisten möglichst unauffällig bewegen zu können. Sie sind mit den Worten Cavendishs aufgewachsen, nämlich, dass Alchemisten in ihrer endlosen Gier nach Macht und Unsterblichkeit die Welt negativ verändern werden, indem sie eine furchtbare Krankheit verbreiten. Soll man so eine Vision einfach so hinnehmen oder herausfinden, was sie auf sich hat? Oder gar versuchen, sie zu verhindern?




Während Alchemisten auf einige Jahrhunderte Entwicklung zurückblicken können, reicht der Ursprung der Naturalisten gerade mal auf die Spaltung von den ehemals Londoner Alchemisten ins Jahr 1919 zurück. Aus dem Grunde gibt es sie auch nur lokal vertreten in Schottland, auch wenn natürlich mittlerweile Verwandtschaft auch in anderen Teilen der Welt lebt.
Nachdem Cavendish mit seinen sechs Schülern die Loge in Edinburgh verließ und die Schriften zur II. Lehre mit sich nahm, tauchten sie in Stonehaven unter; eine Kleinstadt etwa 100 Meilen nördlich der Hauptstadt Schottlands. Dort unterrichtete Cavendish seine Schüler weiter und brachte ihnen bei, wie sie ihr persönliches Element finden konnten. Im Gegensatz zu den Alchemisten, die ihr Wissen mit viel eingeprägter Theorie erwerben, beschäftigten sich Cavendishs Schüler vornehmlich mit Meditation und Achtsamkeit ihrer Umwelt gegenüber. Das Anwesen in Stonehaven ist nach wie vor in Besitz einer Familie von Naturalisten und Treffpunkt zum gemeinsamen Austausch.
Statt strenger hierarchischen Strukturen bleiben die Schüler in einem losen, freundschaftlichen Verbund, der ihnen alle persönlichen Freiheiten ermöglicht. Das Studium ist weder zeitlich, noch durch Erfolge festgelegt. Es gibt keine Garantie, irgendetwas zu erwerben, man kann nur das Glück haben, einen persönlichen Zugang zur Natur – also der Magie in ihr – zu finden. Naturalisten sammeln in ihrer Ausbildung kein Wissen, sondern Erfahrungen und philosophische Ansichten.
Auf der Suche nach Kraftorten – Orte, an denen die Magie besonders präsent ist und Elementare zu finden sind – halten sie sich lange im Freien auf. Das stärkt das Gespür für Magie.
Dass sich einige Naturalisten dennoch entschieden haben, wieder in einer Stadt zu leben, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen: Berufliche Perspektiven (von irgendetwas muss man ja leben), persönliche Präferenzen, die Suche nach Lehrlingen oder gezielte Nachforschung, was die Alchemisten und Vampire so treiben.



Als sich Ende des 19. Jahrhundert Cavendish mit den II. Lehren beschäftigte, fand er irgendwann heraus, dass es nicht darum ging, etwas zu fordern, sondern etwas zu erbeten. Er war selbst Alchemistenmeister der I. Lehre und nahm sich anfangs der Schriften zur Mantik genauso an, wie der Runenmagie: Er entnahm Information, las sie und wandte sie an. Er ging stets davon aus, dass die Magie in den Runen selbst läge oder sie zumindest in der Lage wären, etwas zu erwecken. Aber wie sollte man ohne Hilfsmittel wie Schriften oder Worten mit einem Element in Verbindung treten und aus ihm oder mit ihm in die Zukunft sehen können? Seine Frustration stieg, blockierte ihn geradezu und er nahm sich eine Auszeit: Urlaub in Wales, irgendwo fernab der Loge, um den Kopf wieder freizubekommen. Und da saß er abends an einem Lagerfeuer, schaute in die Flammen und dann… formten sie sich zu einer Gestalt. Diese Gestalt ahmte anscheinend seine eigene nach, denn sie wirkte menschlich. Und dann zeigte sie andere Dinge; Vögel, einen Fluss, Menschen und Feuer, das vom Himmel fiel.
Von da an trat er anders an das Element heran: Er bat um Informationen. Es sollte sich auch niemals in einem anderen Element etwas Sichtbares ergeben, als im Feuer. Cavendish schloss daraus, dass die Elemente selbst entschieden, wem sie sich mitteilten. Vielleicht war man auch mit einem Element geboren oder stand unter seinem Zeichen? Diese Vermutung sollte sich später als richtig erweisen.

Naturalisten folgen keinen Regeln, sondern Hinweise, Lehren und der Philosophie, das alles miteinander verbunden ist. Im Prinzip basiert dieses Denken auf der Idee der frühesten Alchemisten, die der Hermetik und der Naturphilosophie der Antike folgten. Doch nun gab es eine neue Offenbarung für die Naturalisten: Natur ist Magie und Magie ist Natur. Es geht nicht nur um die Beschreibung von Phänomenen, wie Licht, Wärme oder Elektrizität. Es geht darum zu verstehen, dass alles durch Magie verbunden und von ihr beeinflusst wird. Auch der Mensch. Wer auch immer die Schriften der alchemistischen Lehren schrieb, wusste um diese Gesetzmäßigkeit und konnte eine Anleitung dazu schreiben, um sie für Menschen greif- und anwendbar zu machen.
Doch die II. Lehren verlangen von ihren Anwendern, in sich zu gehen, quasi zu ihrer Essenz, die vermutlich ebenfalls magisch ist. Sie müssen herausfinden, zu welchem Element sie eine Verbindung aufnehmen können und dieses dann darum bitten, für sie in Erscheinung zu treten. Es erfordert Demut und eine gewisse Aufgabe seines Egos, indem man akzeptiert, dass man nicht über allem steht, sondern mit allem gleich und eins ist.

Cavendish hatte seine sechs Schüler, mit denen er die Loge verließ, all dies beigebracht, sodass diese es später wiederum ihren Kindern so vermittelten; eine Philosophie, wie man die Welt sehen und sich in ihr bewegen kann. Die Vermittlung dieser Weltanschauung ist somit etwas, womit man aufwächst und nichts, das man in einem festgelegten Studium erlernt. Einer der Gründe, warum das Wissen um die Entdeckungen (bisher) nicht nach außen und an fremde Ohren gedrungen ist. Je früher man die naturphilosophische Weltsicht verinnerlicht und je mehr man sich in freier Natur aufhält, desto leichter fällt es dem Anwender, sein Element zu finden – und die Elementare.
Doch leider scheint nicht jedem Menschen dieser Zugang zu seinem Element gegeben zu sein, denn einige Nachkommen von Cavendishs Schülern haben es niemals geschafft, Kontakt mit einem Element aufzunehmen. Woran das lag, weiß man nicht. Sie sind zwar über alles im Bilde und verfolgen auch die Philosophie der Lehren, können aber nichts Magisches bewirken, spüren oder finden.
Gleichsam vermittelte Cavendish aber auch seine Abneigung gegenüber den – in seinen Augen – gewissenlosen und erfolgsorientierten Alchemisten, die sich viel zu sehr selbst beweihräuchern und keine Grenzen kennen. Seine Einstellung gemeinsam mit den warnenden Worten, dass Alchemisten die Welt negativ verändern werden, ist einem jedem Naturalisten in die Wiege gelegt worden. Zudem sei es enorm wichtig, die II. Lehre zu schützen, selbst wenn sich ihr Inhalt heute immer noch nicht entschlossen hat. Denn in die Zukunft sehen kann bisher niemand.



Inhalte der II. Lehre sind Anleitungen, wie man mithilfe der Elementare Vorhersagen treffen kann. Man nennt diesen Fachbereich Divination oder Mantik. Doch aller Übungen zum Trotz schaffte es nur Canvendish selbst, halbwegs treffsichere Vorhersagen zu machen. Weitere Studien dazu finden vor allem in Stonehaven statt, da dort die in Keilschrift geschriebenen II. Lehren liegen. Aktuell ist von keinem Naturalisten bekannt, dass er hellseherische Fähigkeiten besitzt.
Worin man weitaus mehr Erfolge erzielen konnte, ist in der Elementarmagie. Die Entdeckung der Elementare in den 40er Jahren war ein Durchbruch und man geht davon aus, dass es der erste Schritt ist, um die Lehren zu entschlüsseln.
Es gibt vier Sorten von Elementaren, entsprechend der vier Elemente: Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdelementare. Man nannte sie einst auch Naturgeister, aber da man weiß, dass es Geister tatsächlich gibt, ist man von diesem Begriff abgewichen.

Elementare
Elementare treten an sogenannten Kraftorten auf. In den meisten Fällen sind Kraftorte Teil von natürlich entstandenen und wenig berührten Orten, durch die viel Magie fließt. Man geht somit davon aus, dass alle Städte, landwirtschaftlich genutzte und/ oder gerodete Flächen, aber auch viel befahrene Meere wenig bis keine Magie mehr in sich tragen.
Elementare sind quasi komprimierte Magie und halten sich dort auf, wo ihr Element in Übermaß zu finden ist, d. h. einen Wasserelementar findet man in Fluss-, See- oder Meeresnähe, einen Erdelementar in Wäldern und Höhlen, einen Luftelementar auf Bergen, aber auch Küsten, und einen Feuerelementar in Vulkannähe. Wenn sie sich zeigen wollen, wählen sie aber nicht die Form ihres Elements, sondern eine andere ihnen bekannte Gestalt; das kann ein Tier oder sogar ein Mensch sein, je nachdem, wie oft sie sie gesehen haben und wie gut sie diese kennen. Die Größe ihrer Gestalt, die sie annehmen können, ist begrenzt. Wenn sie ein Tier wählen, dann ist dies auch eher ein Hase oder Vogel, und wenn sie einen Mensch wählen, dann eben eine kleinere Version eines Menschen, maximal 1 Meter hoch. Sehr wahrscheinlich sind Elementare in Menschenform der Ursprung der Sagen und Legende um Kobolde, zumal nicht jeder Elementar ein Meister des Nachahmens ist und manchmal Teile seines Elements noch sichtbar sein können: das könnten Borkenhaut, Grashaare oder Äste statt Finger sein. Außerdem kann man in ihren Augen ihr Element oder die Umgebung ihres Kraftortes erkennen, z. B. Wellen von Meer, Stein, Lava usw.
Ihre menschliche oder tierische Form ist von ihnen bewusst gewählt, um mit Menschen in Kontakt zu treten, denn Elementare sind neugierig, vor allem, wenn sie wissen, dass jemand über sie Bescheid weiß. Gibt es keinen Grund, sich zu zeigen, haben Elementare keine feste Gestalt, sondern verschwinden einfach wieder in die Erde, Luft etc. Neben Neugierde ist ihnen auch ein verspieltes Verhalten eigen.
Sie haben so etwas wie eine Heimat, nämlich einen bestimmten Kraftort, und verlassen diese von sich aus nicht. Aus dem Grunde müssen Naturalisten diese Orte erst einmal finden, wenn sie mit ihnen in Kontakt treten wollen.

Elementarmagie
Naturalisten suchen Elementare auf, um von ihnen zu lernen oder vielleicht Hinweise auf eine eintretende Zukunft zu erhalten – letzteres ist immer noch kein erfolgreiches Bestreben. Aus dem Grunde liegt das größte Interesse in der Magie, die Elementare auf einen Naturalisten übertragen bzw. in ihm zurücklassen können. Zeigt sich einem ein Elementar, kann man versuchen, mit ihm zu kommunizieren. Der Erfolg in der Kommunikation hängt davon ab, ob der Elementar schon einmal Kontakt mit Menschen hatte oder in ihrer Nähe gelebt hat. Falls nicht, dann kann er weder ihre Gestalt imitieren, noch ihre Sprache benutzen, aber er kann es lernen. Das Gesprochene bleibt aber immer nur ein schwer verständliches Wispern oder Flüstern, das in der Luft entsteht, ohne dass der Elementar dazu den Mund bewegt.

1. Grad der Magieanwendung
Hat man eine Kommunikationsebene gefunden, kann der Naturalist den Elementar bitten, einen Teil seiner Kräfte auf einen Gegenstand zu übertragen. Dieser Gegenstand muss dem Elementar gefallen und kann so ziemlich alles sein; ob nun ein Stab, ein Ring oder ein Handschuh. Oftmals wählt der Elementar etwas, das aus seinem ihm zugesprochenen Material hergestellt wurde, so würde ein Erdelementar eher einen Stein als eine Zahnbürste wählen. Da man sich aber nie sicher sein kann, für was er sich letztendlich entscheidet, sollte der Naturalist Optionen parat haben.
Es verhält sich so, dass der Elementar einen Teil von sich selbst auf diesen Gegenstand überträgt und man somit einen mit Magie aufgeladenen Gegenstand gewinnt. Der Träger wird die Magie in dem Gegenstand spüren und auch, wenn sie sich ihrem Ende neigt. Wann das ist, hängt davon ab, wie oft man ihn benutzt und wie viel Magie der Elementar darauf übertragen hat. Das ist ein klein wenig wie Lose ziehen: Man bekommt nichts, Schrott oder hat den Hauptgewinn. Die Anwendung löst man aus, indem sich der Träger auf den magischen Zweck konzentriert und den Gegenstand in Kontakt mit dem zu beeinflussenden Gebiet/ Ort bringt. Das heißt im Klartext: Ist ein Gefäß von einem Wasserelementar magisch aufgeladen worden, muss dieses Gefäß in einen See getaucht werden, wenn man vorhat, diesen zu beeinflussen. Nur ein Naturalist mit dem passenden Element kann dies bewerkstelligen, also in diesem Fall jemand, der dem Element Wasser zuzuordnen ist. Die Magie, die man wirkt, bleibt an eben jenem Ort, z.B. den o.g. See. Bei mehrmaliger Anwendung können Elementare die Aufladung des Ortes durch Magie auch über große Distanzen noch spüren und ihr Vertrauen in den Naturalisten wird stärker. Er wird als Verbündeter eingestuft, was eine Basis ist für weitere magische Praktiken.

Was genau für Magie mithilfe des aufgeladenen Gegenstandes gewirkt werden kann, wird im Folgenden aufgelistet. Man sollte aber Bedenken, dass magische Gegenstände niemals 100% die Kräfte des Elementars in sich tragen können und ihre Entladung stets mit Ungenauigkeit verbunden ist; ob sich bei einer Anwendung nun die gesamte Magie oder nur ein Bruchteil entlädt, variiert.

Feuermagie Wassermagie Luftmagie Erdmagie
Bodentemperatur erhöhen (um max. +20 Grad, Radius 10m)
Wasser oder Gewässer klären (z.B. toxische Stoffe neutralisieren)
Bestehende Winde verstärken oder abschwächen
Pflanzenwachstum beeinflussen/ kontrollieren
Spontane Entzündung von entflammbaren Gegenständen (Zündtemperatur 120–180 °C)
Fließrichtung von Gewässern ändern (Radius 500m)
Windrichtungen ändern (Radius 500m)
Böden mit Nährstoffen versorgen/ entziehen
Existierendes Feuer lenken, aber nicht vergößern oder löschen
Wassertemperatur ändern (+/- 40 Grad)
Luftdruck verändern (Radius 5m)
Beschaffenheit von Erde ändern, z.B. von sandig zu lehmig


2. Grad der Magieanwendung
Wenn man die Elementarmagie genutzt hat, um ein von Menschen beeinflusstes Gebiet zu „reinigen“ (das kann teilweise Jahre dauern) und das Vertrauen zum Elementar gewonnen hat, kann das Gebiet zu einer potenziellen neuen Heimat für einen Elementar werden. Da sich Elementare von ihrem Kraftort allerdings nicht von allein entfernen, müssen sie sich komplett an etwas binden, das stark genug ist, sie kurzzeitig zu tragen: Der Naturalist selbst. Er wird zum Medium des Elementars und hat in dem Moment Zugriff auf dessen Kräfte. Ob er die Kräfte allerdings wirken will, sollte er sich zwei Mal überlegen, da er ihre Stärke weder einschätzen noch kontrollieren kann, genauso wenig kann er genau wissen, wie lange der Elementar diese Bindung beibehält. Man kann während dieser Verbindung dem Naturalisten seinen Elementar in den Augen ansehen, da er diese von ihm übernimmt (s. Elementare). Außerdem ist seine Energie an die Magie des Elementars gebunden, d.h. wenn er unkontrolliert und viel Magie wirkt, schädigt er gleichzeitig seinen Körper. Im besten Fall wird er einfach ohnmächtig, im schlimmsten Fall kann er sogar ins Koma fallen. Der Elementar kann den Körper jederzeit verlassen, ob dieser bei Bewusstsein ist oder nicht. Aber er kann nicht unendlich lange in ihm bleiben, meistens sind es einige Stunden, im absoluten Maximalfall bis zu 3 Tage. Je besser Träger und Elementar miteinander harmonieren und je ausgeglichener das Gemüt des Naturalisten ist, desto länger kann die Verbindung bestehen bleiben.
Sollte der Elementar den Körper spontan in einer ihm unbekannten Umgebung verlassen, kann er nicht lange an diesem Ort „überleben“, insofern sich in ihm keine Magie befindet (also natürlich ist), z. B. ein Krankenhaus in der Stadt. Bevor der Elementar allerdings verschwindet, macht er sehr wahrscheinlich auf sich aufmerksam - plötzliche Erdbeben oder steigender Grundwasserspiegel können das Ergebnis seines Wütens sein.

Doch im Idealfall bringt der Naturalist den Elementar an den von ihm vorbereiteten Ort und wenn dieser über ausreichend viel Magie verfügt, nimmt der Elementar ihn an, verlässt den Körper und hat seine neue Heimat gefunden. Er wird mit der Zeit den Ort selbstständig stärken und zu einem neuen Kraftort machen.
Die Vorteile, die Naturalisten von dieser Kooperation haben, ist ein wachsendes Gespür für Magie, d.h. sie können Kraftorte und die Nähe von Elementare spüren. Außerdem hinterlassen Elementare, wenn sie erst einmal im eigenen Körper gewesen sind, so etwas wie magische Spuren. Diese bleiben im Naturalisten und befähigen ihn dazu, selbst Magie zu wirken. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber je öfter er Elementare in sich aufnimmt, desto mehr Magie sammelt sich in seinem Körper an. Diese Magie entlädt sich nicht, sie ist körpereigen, damit aber auch durch körpereigene Kräfte begrenzt, d.h. sie kann angewandt werden, benötigt dann aber wieder Zeit zur Regeneration. Überbelastung führt zur allgemeinen physischen Schwächung.

Ein Naturalist, der nun selbst Träger von Magie ist, benötigt keine Gegenstände mehr, um Elementarmagie an einem Ort zu wirken und diesen für die Übersiedlung eines Elementars vorzubereiten. Er wird aber niemals so mächtig sein, wie ein Elementar selbst, da diese aus reiner Magie bestehen, was bei einem Menschen nicht möglich ist. Es ist auch zu beobachten, dass die Magie, die ein Naturalist an einem Ort wirkt, nicht auf Dauer dort bleibt, sondern mit der Zeit wieder versiegt. Es benötigt also nach wie vor einen Elementar, um einen Kraftort intakt zu halten. Die Kräfte, die man wirkt, muss man lernen zu kontrollieren, denn da sie an den eigenen Körper gebunden ist, ist ein spontanes trial and error wie mit magisch aufgeladenen Gegenständen im schlimmsten Fall tödlich. Der Vorteil ist aber, dass man die Magie später viel genauer anwenden kann (Voraussetzung: Kontakt zum Element), was zu Erweiterungen der o.g. Kräfte führt, die da wären:

Feuermagie Wassermagie Luftmagie Erdmagie
Regulierung der Flammentemperatur -/+ 800 °C
Entzug & Lenken von Wasser aus Luft und Boden
Heftige Böen erzeugen
Erdbeben auslösen (begrenzt auf 50m)
Regulierung der eigenen Körpertemperatur um max. 3 Grad
Beeinflussung von Fließrichtungen von Körperflüssigkeiten im eigenen und fremden Körper
Gasgemisch der Luft ändern (10m Radius)
Erde bewegen, z.B. in Erdwällen oder Erdspalten
Erhöhen der Umgebungstemperatur (um max. 30 Grad, Radius 5m)
Erzeugen von Wellen im ruhenden Gewässer (max. 2m Höhe)
Vakuum im geschlossenen Raum erzeugen
Dichte der Erdschichten ändern, z.B. von Erde zu Stein




Durch die erworbene Magie im Körper hat der Naturalist aber nicht nur Vorteile: Je mehr Magie sich in ihm befindet, desto mehr neigt er zu extremen Charakterzügen. Das ist bis zu einem gewissen Grad noch verträglich, kann aber bei zu starker Veränderung zu einem Ungleichgewicht führen.
Das Gespür von Magie, das ein erfahrener Naturalist bekommt, bringt ebenfalls seine Nachteile, denn er kann somit das spüren, was auch Elementare spüren und was sie überhaupt erst bewegt, mit Menschen zu kooperieren: Verlust. Natürliche Umgebungen, die durch menschlichen Eingriff ins Ungleichgewicht gebracht wurde, und ihre Magie verlieren, verlieren auch ihre dort lebenden Elementare. Zwar sind Elementare lokal gebunden, doch miteinander verbunden, d.h. sie spüren den Verlust untereinander. Der Naturalist wird Teil dieses magischen (Kommunikations-)Flusses mit seinen Vorteilen – den erworbenen Kräften – und Nachteilen – dem Gefühl von Verlust. Glück für ihn, dass er nicht so empfänglich ist, was am anderen Ende der Welt vonstattengeht, aber lokale Naturzerstörungen sind für ihn spürbar. Sich um seine Umwelt zu kümmern wird somit zu einem ganz persönlichen Bestreben, bringt ein Gefühl von Erfüllung und nicht zuletzt auch mehr Macht.

Allgemein ist aber zu beachten, dass alles mit den Elementaren beginnt und von ihnen abhängt. Die Kommunikation mit ihnen ist nicht leicht und sich das Vertrauen zu erarbeiten, oft langwierig und mühsam. Geduld ist wohl eine unabdingbare Voraussetzung, die man haben muss.
Es gibt keine Bedingungen, keinen Vertrag oder Regeln, was die Zusammenarbeit angeht, sondern sie ist aus Eigeninitiative entstanden und hat sich zu dem entwickelt, was heute praktiziert wird. Die Naturalisten haben zwar familienintern ihre bevorzugten Orte, wo sie arbeiten, aber nichts garantiert ihnen, dass die Elementare, mit denen sie zusammenarbeiten, es unter jedem Umstand weiterhin tun. Eine längere Abwesenheit bzw. Abwendung von der Natur wäre zum Beispiel ein Grund, dass sich der Elementar nicht mehr blicken lässt.

Ein funktionierendes Informationsnetzwerk zwischen den Familien ist daher sehr wichtig, egal, wo sich ihre Mitglieder aktuell aufhalten. Wenn sie magisch praktizieren, müssen sie es mitteilen, was und wo. Nur so können sie dokumentieren, wie sich ihr Handeln auswirkt und ob es Langzeitfolgen haben könnte. Das gilt vor allem für jene, die Elementarmagie in sich tragen und es ohne Hilfe eines Elementars anwenden können. Der Respekt vor der Macht der Magie darf nicht verloren gehen.

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  Alchemisten
Geschrieben von: Major Weir - 01.06.2020, 16:06 - Forum: Gruppierungen & Wesen - Keine Antworten

Alchemisten



  • Alchemisten sind Menschen, die keine Magie von sich aus besitzen, sondern nur durch alchemistische Lehren Zugang zur Magie gefunden haben und an/mit ihr forschen
  • Sie leben in sog. Logen als Geheimgesellschaft, aber einige von ihnen haben einflussreiche Positionen in Politik und Wissenschaft unterwandert
  • In Europa gibt es 4 Logen: Athen, Mainz, Edinburgh (ehem. London) und Prag
  • Hauptsitz der Edinburgher Loge befindet sich im bzw. unter dem Royal Obversatory
  • Anfang des 20. Jahrhunderts spalteten sich einige Alchemisten ab, die sich heute Naturalisten nennen (aktuell ist ihre Existenz der Loge unbekannt)
  • Basis alchemistischer Magie sind 3 Lehren: I. Runenmagie, II. Divination, III. Nekromantie
  • Die Ausbildung in Devination ist nicht möglich, da die Lehre gestohlen wurde und als verschollen gilt (aktueller Stand, s. Naturalisten)
  • Lehrlinge werden mit einem geheimen Auswahlverfahren meist an Bildungseinrichtungen gesucht
  • Die Ausbildung im Grundstudium dauert ca. 5 Jahre, zur Erlangung des Meisters müssen nochmal 8- 10 Jahre investiert werden
  • Alle Alchemisten haben einen Verschwiegenheitseid abgelegt und führen ihre Forschungen unter strengster Geheimhaltung durch
  • Es gibt Bündnisse mit Vampiren, deren Blut man verwendet, um Tränke herzustellen, u.a. die Essenz des ewigen Lebens


Historie (click)


Prä-Neuzeit
Von wem die Schriften und Tafeln kommen, die den heutigen Alchemisten als Grundlage für ihre Arbeit dienen, ist unbekannt. Natürlich kann man die Entstehungszeit und Ursprungsregion zurückdatieren, aber nicht die Verfasser. Es ist davon auszugehen, dass es vor der Neuzeit Menschen gegeben hat, die in der Lage waren, direkt Kontakt zu der Magie in der Natur aufzunehmen. Doch selbst heute gehen die Meinungen der Alchemisten in Bezug auf die Magiequelle auseinander: Die einen behaupten, Magie wäre in einigen wenigen Menschen von Geburt an, andere meinen, Magie wäre überall und man müsse nur lernen, sie zu erkennen. Theorien über Theorien und keine klaren Antworten.
16./ 17. Jh.
Im Jahr 1550 findet man die ersten Runeninschriften mit unbekannten Inhalten in Südskandinavien. Bekannt ist bis dato nur die Tabula Smaragdina, ein Text, der die Basisphilosophie der wenigen Alchemisten des Mittelalters darstellt. Da die Runen der neuen Entdeckung auf einer schweren Steintafel eingraviert sind, werden sie nicht verbreitet, sondern bleiben in den Händen eines Gelehrten, der zwar im Lesen der Runen bewandert ist, die Inhalte aber nicht versteht. Erst im Jahr 1640 fallen sie einem Alchemisten und Anhänger von Hermes Trismegistos (den angeblichen Verfasser der Tabula Smaragdina) in die Hände, der es schafft, die Runen zu entschlüsseln. Es entsteht die Anleitung zur Bann- und Schutzmagie (I. Lehre) und bleibt lange in Privatbesitz.
18. Jh.
Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts geht laut den Lehr- und Geschichtsbüchern die Zeit der Alchemisten zu Ende und wird durch die moderne Wissenschaft ersetzt bzw. weiterentwickelt. In Wirklichkeit finden zu dieser Zeit Trennungen zwischen diversen Geheimbünden statt und es entwickeln sich streng geheime Logen in Athen, Prag, London und Mainz, die sich weiterhin mit den alten Schriften beschäftigen. Der Buchdruck macht die Vervielfältigung wichtiger Schriften, aber auch vieler Schundtheorien möglich, z.B. die Entwicklung eines Golems oder lebender Kunstwesen. Die Runenübersetzung von 1640 wird ebenfalls mehrfach kopiert und findet Zugang in die von anderen Geheimbünden getrennten, „echten“ Alchemistenlogen, wo man sie umsetzen und anwenden kann.
19. Jh.
Im Jahr 1802 fällt einem deutschen Alchemisten in Mainz eine Sammlung von Keilschriften in die Hand, die er übersetzen kann und die Lehren der Divination/ Mantik festhält (II. Lehre). Diese Übersetzungen werden ebenfalls in andere Logen übertragen, doch erfolgreich mit der Anwendung ist man Ende des 19. Jh. nur in London, genauer gesagt der Mantiker Emmett Cavendish. Er sucht seine eigenen Schüler und unterrichtet sie in Hellsehen mithilfe der Elemente. 1820 wird bei einer Ausgrabung in Ägypten eine Hieroglyphentafel mit alchemistischen Inhalten gefunden, die nach Paris gebracht wird, wo sie wiederum abhandenkommt und in der Athener Alchemistenloge auftaucht; kurz darauf werden die Lehren der Nekromantie entschlüsselt (III. Lehre), aber streng unter Verschluss gehalten.
20. Jh.
Ende des 19. Jh. hat sich die Loge in Prag den dort ansässigen Vampiren angenähert und Versuche mit Vampirblut begonnen. 1901 kann man einen Trank entwickeln, der Vampiren hilft, ihren Blutdurst zu unterdrücken. Die Entwicklung ist aufwändig und eine Methode zur Aufbewahrung oder Konservierung gibt es nicht. London eifert den Pragern nach, nimmt ebenfalls Kontakt zu Vampiren auf und schafft es, 1912 die lebensverlängernde Essenz aus dem Vampirblut zu extrahieren und damit das Grundgerüst für das Elixier des ewigen Lebens herzustellen. Die Ergebnisse fallen beinahe dem 1. Weltkrieg zum Opfer, als Teile Londons zerstört werden, daher beschließt man, die Loge nach Edinburgh umzusiedeln. Eine finstere Vision von Emmett Cavendish und seine Ablehnung gegenüber der „unnatürlichen“ Lebensverlängerung führt 1919 dazu, dass er sich mit seinen Schülern abwendet und die Loge verlässt. Die Schriften zur II. Lehre verschwinden mit ihm. Experimente mit Vampirblut gibt es bald in allen Logen, mehr oder weniger erfolgreich. Bedenken zu den Konsequenzen einer Unsterblichkeit und Nebenwirkungen führen zu Konflikten und es kommt vermehrt zu Abkehr und Verlust an Schülerzahlen.
heute
Eine Kommunikation mit Cavendish bzw. seinen Schülern, die sich heute Naturalisten nennen, ist nicht vorhanden. Da die Schriften zur II. Lehre fehlen, fällt die Divination aus der Ausbildung heraus. Die Loge in Edinburgh ist mit einigen ortsansässigen Vampiren verbündet und unterhält mit vielen ein Bluttauschgeschäft. Sowohl der Trank zur Unterbindung des Blutdurstes, als auch der zur Verlangsamung des Alterns wird verbessert. Mit höherem Alter ist der Bedarf an Lehrlingen gesunken, was zu einer höheren Geheimhaltung und strengeren Regeln führt – nicht unbedingt etwas, das jedem Alchemisten zusagt. Zudem tritt unter jungen Nekromanten der Trend zutage, sich mit lebendiger Materie für medizinische Zwecke zu beschäftigten, was den Traditionalisten unter den Nekromanten sauer aufstößt.




Alchemisten waren die Wegbereiter der modernen Wissenschaft, nämlich Menschen, die sich mit der Wechselwirkung von Stoffen auseinandersetzten und somit die Grundlagen der modernen Chemie und Pharmakologie erarbeiteten. Es hat sie schon immer gegeben, wo Menschen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzten und sich fragten, wie sie die Natur für sich nutzen konnten. In Europa beschäftigte man sich schon in der Antike mit der Philosophie der Natur und schrieb die Erkenntnisse nieder. Die meisten dieser Schriften gingen im Mittelalter verloren.
Das Alter der Schriften, die die Basis der heute bekannten und im Geheimen praktizierten 3 Lehren sind (Runenmagie, Divination und Nekromantie), lässt sich ebenfalls auf vorchristliche Zeit zurückdatieren. Zwar bezeichnete man ihre Inhalte im 16./17. Jahrhundert als „alchemistisch“, aber das auch nur aus mangelhaften Wissen über die tatsächliche Herkunft. Es wurden bis heute (zumindest in Europa) keine schriftlichen Zeugnisse mit nur annähernd ähnlichen Inhalten gefunden, auch wenn Alchemisten nach wie vor danach suchen und es daher kein Wunder ist, dass viele von ihnen an Ausgrabungen beteiligt sind. Die Entdeckung und Entschlüsselung der drei Lehren führte zur Trennung zwischen dem, was heute die bekannte Wissenschaft ist, und der Alchemie, die ihren Schwerpunkt gänzlich auf das Studium dieser Lehren gelegt hat. Wer versucht denn bitte weiterhin erfolglos Stein zu Gold zu machen, wenn man dafür Tote wieder auferstehen lassen kann?

Alchemisten und ihre Loge gibt es in der Form nur in Europa. Selbst dann, als Amerika besiedelt wurde, folgten man nicht dem american dream, sondern verschanzte sich tief in oder unter den europäischen Städten. Es ist gut möglich, dass man auch in Asien Schriften mit magischen Lehren gefunden hat, doch es fand niemals ein Austausch statt. Auch heute ist die Existenz von asiatischen Logen nicht bekannt. Dies ist das Resultat, wenn man im Geheimen agiert und unter sich bleibt: Spuren findet man nur schlecht.
Heutzutage leben Alchemisten nicht nur ein Leben in der geheimen Loge, sondern auch in der modernen Gesellschaft. Sie führen ein Doppelleben. Je nachdem, wie erfolgreich und engagiert sie in der Ausbildung sind, kann sich der Lebensmittelpunkt nach und nach auf die Logen verlegen, bis man sich 100% seiner Zeit mit den Studien befasst. Doch das ist keine gängige Praxis. Die Geheimhaltung der Loge ist das oberste Ziel, daher ist es nur logisch, dass ihre Mitglieder versuchen, sich in der öffentlichen Gesellschaft führende (oder gut bezahlte) Positionen zu erarbeiten, um mit diesen ihr Doppelleben zu schützen. So sind z.B. viele Alchemisten der Edinburgher Loge im Senat der University of London, der das Observatorium gehört: der Hauptsitz der Loge. Auch lokal agierende Politiker können Alchemisten sein, wobei sie aufpassen müssen, dass ihre politische Position nicht zu viel Transparenz von ihnen verlangt.
Wenn man Alchemisten typisieren will, kann man sie vermutlich als geheimniskrämerische und etwas verschrobene Wissenschaftler bezeichnen, die vielleicht für einen hohen IQ, aber nicht für eine philanthropische Ader bekannt sind. Technische Entwicklungen nehmen aus Angst vor Vervielfältigungen und Hackerangriffen nur langsam und unter besonderer Sorgfalt Einzug in die Logen.



In der Theorie verfolgt eine Loge in Aufbau und Struktur ein demokratisches Verständnis von der Gleichheit aller Mitglieder. In der Praxis sieht es ein wenig anders aus. Der Logenmeister wird vom Rat, der aus 7 Mitgliedern besteht, gewählt. Ratsmitglieder werden wiederum von allen anderen gewählt. Lehrlinge sind aus Wahlen prinzipiell ausgeschlossen. Der Logenmeister war bisher immer ein Meister eines Faches – das steht zwar nirgends geschrieben, aber bisher war es nie anders. Auch die Ratsmitglieder tragen allesamt einen Meistertitel, obwohl man auch als Träger des II. Grades gewählt werden kann. Im Prinzip sogar Alchemisten ohne Aufbaustudium, doch diese Namen fallen bei der Kandidatur einfach über Bord. Ob man gewählt wird oder nicht, hängt natürlich von seinem Engagement für die Loge ab; wer sich dort selten blicken lässt, keine Forschung betreibt und keine anderen Zuwendungen leistet (z.B. finanzielle), kann nicht viel erwarten. Bei Wahlen oder generell allen Entscheidungsfindungen ist nicht auszuschließen, dass Interessen der Einzelnen vor der Gerechtigkeit für jedermann stehen. Sich bewusst gegen eine logisch sinnvolle Entscheidung zu stellen, nur um jemandem Steine in den Weg zu legen, ist sicherlich kein seltenes Phänomen. Alchemisten sind zwar durch die Loge und ihrem geheimen Wirken sehr stark voneinander abhängig, aber Konkurrenz untereinander ist vorhanden und manchmal sogar erwünscht. Erhöht die Einsatzbereitschaft, nicht wahr? Man kann sich daher also denken, dass der Logenmeister im Zweifelsfall immer das letzte Wort hat.

Was passiert, wenn man es sich mit der Loge verscherzt?
Einen richtigen Rauswurf gibt es nicht, es gibt nur eine Ausgrenzung, d. h. der betroffene Alchemist darf die Loge nicht mehr betreten und ihm werden seine Instrumente, Schriften und alle anderen Studienmaterialien abgenommen. Damit verhindert man zwar nicht, dass er nicht doch noch Forschung im Privaten nachgeht, aber solche schwarzen Schafe werden oftmals Alchemisten aufgebürdet, die sich gegen ein Aufbaustudium entscheiden oder es einfach nicht packen. Diese dürfen sich dann damit beschäftigen, ausgegrenzte Mitglieder zu überwachen und Auffälligkeiten der Loge zu melden. Da es wirklich selten zu Ausgrenzungen kommt, darf man sich zurecht fragen, was der Grund dafür ist. Natürlich ist man durch einen Eid gebunden, man hat sich der Loge verpflichtet und sich über sie zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie bringt enorme Vorteile, nicht nur durch ihren Einfluss in diversen politischen Bereichen (Gremien, Lobbys, usw.), sondern eben auch durch das Wissen, das man erwirbt und die Macht, die damit einhergeht. Nicht zuletzt winkt vielleicht sogar die Unsterblichkeit? Wenn das mal kein Anreiz ist!
Doch sicher hat es Fälle gegeben, in denen sich Mitglieder geweigert hatten, ihr Leben so streng nach der Loge zu richten. Denen die ständige Konkurrenz, vielleicht auch Neid und Intrigen zu viel wurden. Hört man von diesen Mitgliedern? Nein. Entweder, sie sind abgetaucht, ihnen wurde an den Erinnerungen gepfuscht und sie gelten damit als ungefährlich oder… ups, ertranken plötzlich in einem See. Mit einem Betonblock am Fuß. Sowas Dummes aber auch.



Die Abspaltung der bis heute agierenden Alchemisten von den anderen Wissenschaftlern führte zur Etablierung von streng geheimen Logen, und zwar in Athen, Prag, London (heute Edinburgh) und Mainz. Alle hatten schon früh Zugang zu der I. Lehre, nämlich der auf Runen basierenden Bann- und Schutzmagie. Sie gilt bis heute als das Kernfach, wurde am besten studiert und kann am sichersten angewandt werden. Ganz im Gegenteil zur II. Lehre, der Divination, die nur wenige verstanden und beherrschten. Die Loge in London war dahingehend führend. Heute sind die Originalschriften verschwunden, doch die Suche danach hält sich eher in Grenzen, da man von dem Erfolg und dem Nutzen der Divination nicht überzeugt ist.
Heikler wird es mit der Anwendung der III. Lehre, der Nekromantie. Lange hielt die Loge in Athen die Inhalte der ägyptischen Schrift unter Verschluss, doch als man in Prag und London begann, Erfolge in der Verarbeitung von Vampirblut zu erzielen, wollte Athen aufschließen und verkaufte sein Wissen. Anscheinend ist die Verlockung der Unsterblichkeit größer als die Macht über die Toten. Statt aber die Originalschriften zu vervielfältigen, schickte die Loge in Athen ausgebildete Nekromanten in die anderen Logen, um Alchemisten direkt auszubilden. Dies ist heute nach wie vor gängige Praxis, um einen regelmäßigen Austausch sicherzustellen. Athen bleibt aber der Ausbildungsort der Nekromantie und wer sich in diesem Fach ein Meister werden will, muss dorthin gehen.

Fast alle Alchemisten tragen einen akademischen Titel, was nicht verwunderlich ist, da man gemeinhin an Colleges und Universitäten nach Lehrlingen Ausschau hält. So eigenbrötlerisch und in sich geschlossen, wie sich Alchemisten geben, würden viele von ihnen wahrscheinlich gar nicht erst nach frischem Blut suchen, doch letztendlich ist es notwendig, damit Wissen nicht verloren geht.
Jeder Alchemistenmeister, also ein Alchemist mit erfolgreich abgeschlossenem Vertiefungsstudium, darf sich einen Lehrling suchen, muss es aber nicht. Besonders erfolgreiche Meister hält man aber irgendwann dazu an, ihr Wissen weiterzugeben. Früher, bevor man begonnen hat sein Leben zu verlängern, war es normal, dass jeder Meister mehrere Lehrlinge hatte. Heute ist man eitel geworden und sieht nicht unbedingt mehr die Notwendigkeit für einen ständigen Wissenstransfer, wenn man selbst so schnell nicht abdankt.

Auswahl
Um einen Lehrling zu finden, ist es wohl am bequemsten, sich Zugang zu Bildungseinrichtungen zu verschaffen. Sehr wahrscheinlich ist dies durch die politische Arbeit anderer Mitglieder schon gegeben, da nicht gerade wenige Alchemisten an Universitäten forschen und lehren. Da man sich seinen Lehrling unter Studenten sucht, liegt das Alter auch meist ab 21 Jahren. Jüngere Lehrlinge sind ungern gesehen (Ausnahme Vetternwirtschaft s. letzter Abschnitt).
In Edinburgh ist die erste Methode die Durchsicht von Studenten verschiedener Fächer und ihrer Studienleistungen. Den Besten von ihnen lässt man Aufgaben zukommen. Diese Aufgaben gehen mit einigen Texten einher, und sind nicht lösbar ohne das nötige Hintergrundwissen. Wichtig ist nur, dass Lösungswege und Herangehensweisen aufgezeigt werden. Die Aufgaben sollen zu einem bestimmten Datum in einem Postfach abgegeben werden. Namen kennen die Studenten nicht, und wer von ihnen die Logik dahinter anzweifelt und keine Lust auf Mehrarbeit hat, fällt eben raus.
Die Antwortpapiere landen in der Alchemistenloge beim suchenden Meister.
Eine zweite Methode ist eine Einladung der potenziellen Kandidaten aus dem ersten Test zu einer Versuchsreihe, wie es viele Fakultäten anbieten und den Aufwand finanziell entschädigen. Ein klassischer Studentenjob. Die Versuchsreihe findet über einen gewissen Zeitraum statt und beinhaltet diverse Fallstudien, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen. Die Fragen dürften vermutlich etwas skurril daherkommen, denn sie beinhalten alles, was der Alchemistenmeister für wichtig empfindet und sind thematisch sehr durchwachsen.
Oft wird gar kein Student ausgewählt und man sucht im nächsten Jahr erneut.
Sollte man einen Studenten finden, lässt man ihm die ersten alchemistischen Texte zukommen, die er kommentieren soll. Erst dann entscheidet der Meister, ob und wann er den Lehrling persönlich treffen will.
→ Übrigens: Vetternwirtschaft ist auch ein Phänomen unter Alchemisten. Seinem eigenen Kind kann man ohne Vorauswahl und selbst, wenn es nicht studiert (Drama!), eine alchemistische Ausbildung zukommen lassen. Dafür wird sogar manchmal das Eintrittsalter gesenkt, darf aber nicht jünger als 18 Jahre alt. sein. Die Eltern können nicht die Ausbilder ihrer eigenen Kinder sein.

Grundstudium
Die Art der Auswahl hängt vom Meister ab und kann sich je nach seinen Ansprüchen sehr in die Länge ziehen. Einen direkten Weg zur Kontaktaufnahme kann man sich aufgrund der Geheimhaltung nicht leisten und muss stattdessen Umwege gehen.
Angenommen eine Wahl wurde getroffen, muss er die erste Stufe meistern, nämlich die Selbsterkenntnis: Wer hier scheitert, kann seine Ausbildung nicht fortsetzen, egal ob Verwandtschaft besteht oder nicht. Tatsächlich scheint die Magie, die für alchemistisches Arbeiten aktiviert wird, durch einen Menschen hindurchfließen zu müssen – und dies ist nicht bei jedem Menschen der Fall. Dies kann mit einem simplen Versuch herausgefunden werden: Der potenzielle Lehrling tritt in ein Magiefeld, das zwischen zwei Runen hergestellt wurde. In der Hand hält er ein Objekt, das durch die Magie im Feld verändert werden soll. Tut es das (z.B. leuchtet das Objekt, wird warm etc.), bedeutet es, dass der Körper des Lehrlings die Magie leitet. Passiert nichts, fehlen ihm die Grundvoraussetzungen für die Arbeit mit Magie und er scheidet aus. Besteht der Student, wird er offiziell initiiert, d. h. er muss einen Verschwiegenheitseid vor dem Logenmeister ablegen.
Während seiner gesamten Grundausbildung hat er nur im Beisein seines Ausbilders Zugang zur Loge, kein eigenes alchemistisches Zeichen und weniger Rechte und Pflichten, als ausgebildete Alchemisten. Die klassische Ausbildung dauert fünf Jahre und endet in der Abschlussprüfung (oder Gesellenprüfung), in der man alle Fertigkeiten aus dem Grundstudium demonstrieren muss und vielleicht – als i-Tüpfelchen – eine kleine Ergänzung demonstrieren kann. Man erwartet von einem Lehrling keine bahnbrechenden Erfindungen. Nach erfolgreich bestandener Prüfung ist man offiziell Alchemist und bekommt ein eigenes, individuelles Zeichen zugewiesen, so etwas wie eine Unterschrift. Sie wird in einem Buch festgehalten (und ja, man beginnt langsam mit der Digitalisierung, sehr langsam) und darf niemals erneut vergeben werden. Der Alchemist kann selbst entscheiden, wie er das Zeichen trägt; als Gravur in einem Ring oder einer Halskette oder gar als Tattoo. Wichtig ist, dass es nicht allzu auffällig gezeigt werden soll.
Neben den praktischen Fähigkeiten (s. Fähigkeiten) besteht das Grundstudium aus folgenden theoretischen Teilen:
I. Lehre: Runenmagie
  • Alchemistisches Schriftsystem lesen können
  • Latein verstehen (Mittelstufe/ B1)
  • Allgemeine Chemie mit praktischen Laborkenntnissen
  • Basis-Runenschrift lernen


III. Lehre: Nekromantie
  • Alchemistisches Schriftsystem lesen können
  • Latein verstehen (Mittelstufe/ B1)
  • Allgemeine Chemie mit praktischen Laborkenntnissen
  • Medizinische Kenntnisse, v.a. Anatomie
  • Ägyptologie, v.a. Totenkult und Hieroglyphen lesen



Ergänzende Studien
Für keinen Alchemisten ist es verpflichtend, ein Aufbaustudium anzugehen. Er kann auf seinem I. Grad sitzen bleiben, muss dann aber damit rechnen, dass er weder in interne Entscheidungsprozesse des Rates, noch in die Forschung einbezogen wird – geschweige denn als Empfänger der Essenz des ewigen Lebens in Betracht kommt. Zumindest nicht ohne Vitamin B und/ oder Abkommen unter der Hand.
Allein schon aufgrund des letzten Grundes entscheiden sich Alchemisten oft, ihre Studien fortzusetzen. Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder sie bleiben bei ihrem Fach oder sie wechseln es. Im Normalfall wird für das Aufbaustudium auch der Ausbilder gewechselt. Ist das Grundstudium in der I. Lehre abgeschlossen worden, gibt es kaum Probleme, einen passenden Meister zu finden, zumindest nicht in der Edinburgher Loge. Die I. Lehre ist hier das Kernfach in Edinburgh. Wenn die III. Lehre Inhalt des Grundstudiums ist, kann ein Aufbaustudium nur in Athen fortgesetzt werden. Die Loge dort behält sich die Ausbildung zum Meister der Nekromantie vor. Die Ausbildungsplätze sind aber begrenzt, daher kann es sein, dass man keinen bekommt und sich auf die Warteliste setzen lassen muss. Nach der Ausbildung zum Meister der Nekromantie kann man in seine ursprüngliche Loge zurückkehren und dort weitere Forschungen betreiben, muss aber für jede erlernte Fähigkeit eine Genehmigung aus Athen bekommen. Bleibt man in Athen, hat man weitaus bessere Chancen, Zulassungen für seine Fähigkeiten zu bekommen: Ein bürokratisches Spiel, mit dem die Nekromanten versuchen, ihre Ausbildung „exklusiv“ zu halten.

Wer sein Fach wechseln wird, kann ein zweites Grundstudium machen, aber hat dann keinen Abschluss als Meister, sondern als Alchemist II. Grades. Danach kann immer noch ein Vertiefungsstudium aufgenommen werden, um einen Meister zu machen. Dieses Studium dauert in der Regel 8 Jahre; in der Runenmagie manchmal sogar bis zu 10 Jahre, Nekromanten sind da manchmal auch schon mit 6 Jahren dabei. Der Grund liegt darin, dass die Ansprüche an das Meisterstück andere sind.
Für Runenmagie, das ein größeres Spektrum an Spezialisierungen hat, gelten drei Kriterien für das Meisterstück: 1) Innovativ 2) Wiederholbar 3) Sicher in seiner Funktionalität.
Nekromanten hingegen sollen vielmehr ein festgelegtes Repertoire an Fähigkeiten und Wissen vorweisen können, zumal innovative Forschung nicht in allen Fertigkeiten möglich ist. Dort, wo sie es ist (insbes. in der alchemistischen Pharmazie), halten sich Vorbehalte zur Zweckdienlichkeit hartnäckig. Die Loge soll den Status als Geheimgesellschaft nicht verlieren und zudem lag der Schwerpunkt der Nekromantie seit jeher auf der Arbeit mit totem Gewebe. Demnach setzt die Athener Loge in ihrer Ausbildung mehr auf Tradition als auf Progression. Die Ausbildungsdauer eines Nekromanten hängt demzufolge mehr von Genehmigungen seiner Fertigkeiten und Einhaltung von Wartezeiten ab.
→ Wichtg: Eine Ausbildung in der II. Lehre ist nicht möglich. Die Originalschriften sind mit Emmett Cavendishs Fortgang 1919 verschwunden. Er war der einzige Alchemist, der die Lehren anwenden konnte, auch wenn man ihn heute gern als Spinner abtut und behauptet, seine Abkehr wäre kein Verlust gewesen.



Alchemisten sind – das hören sie vielleicht nicht gern – trotz ihrer Fähigkeiten nach wie vor Menschen. Doch ihr Zugang zu den magischen Lehren befähigt sie Dinge zu tun, die die Naturgesetze zu brechen scheinen.

I. Lehre: Runenmagie

Die I. Lehre auf Basis von magischer Runen nennt man Runenmagie, Bann- oder Schutzmagie. Im Prinzip ist die Runenmagie das Ergebnis der Wechselwirkung zwischen Runen, ihrem Substrat und der Beziehung zu einem anderen Substrat. Sie erfordert viel theoretisches Wissen und Vorbereitung. Spontan kann sich ein Alchemist nichts ohne Hilfsmittel aus dem Ärmel zaubern.
Beispiel: Schreibt/ graviert man die Rune auf ein Substrat (Stein oder Metall) und bringt dieses in einer speziellen Position zu einem oder mehreren anderen Substraten, ebenfalls mit einem Runensymbol, entsteht zwischen beiden Gesteinen ein Magiefluss. Je nachdem, was die Runen als Botschaft beinhalten, kann dieser Magiefluss schützend, zerstörend usw. sein, indem er physikalische Normen ändert, z. B. elektromagnetische Strahlung (Wärme, Licht usw.). Alles, was sich darin befindet, wird von der Magie beeinflusst und zwar von allein und ohne direktes Einwirken des Alchemisten. Der Alchemist aktiviert also eine Magie, die daraufhin selbst wirkt. Die Variationen von Stärke, Dauer und Wirkungsweise sind enorm, hängen aber von entsprechender Kalkulation der Rune in Kombination mit dem Substrat ab, und werden während des Wirkens nicht direkt vom Alchemisten beeinflusst.
Eine grafische Darstellung und vertiefende Erklärung findet man in unserem Wiki.
Ein ausgebildeter Alchemist beherrscht neben der Theorie (s. Grundstudium) noch diese praktischen Fähigkeiten:

Fähigkeit Erklärung/ Anwendung Wirkungsdauer
Schutzkreis ziehen
Steine mit entsprechenden Runen um einen gelegt verhindern fremdes Eindringen, auch von Gegenständen.
max. 30 Minuten
Bannkreis ziehen
Gleich wie Schutzkreis, nur befindet sich die feindliche Person im Kreis und kann diesen nicht verlassen.
max. 20 Minuten
Aktivierungs- und Schlafzustände herbeiführen
Beliebte Methode, um länger lernen oder besser schlafen zu können. Man positioniert sich zwischen zwei Steinen, deren Energiefluss einen wach halten oder schläfrig machen soll.
Wirkung abhängig vom körperlichen Zustand.
Wärme-/ Kälte-/ Lichtspender
Man kann gewisse Steine oder Metalle so aufladen, dass sie Wärme oder Licht abgeben können.
Dauer hängt von der Größe des Steins ab. Ein handflächengroßer Stein kann bis zu einer Stunde aktiv bleiben, ehe die Magie verbraucht ist.
Tränke- und Substanzlehre (optional)
Je nach Lehrmeister und dessen Schwerpunkt können schon einige (meist 1-2) Tränke, Pulver und andere Substanzen im Grundstudium hergestellt werden u.a. der Trank, der den Blutdurst der Vampire verzögert. Da auf dieser Stufe kein Vampirblut eingesetzt wird, können die Substanzen keinen direkten Einfluss auf den menschlichen Organismus haben (anders als bei der Meisterfähigkeit alchemistische Pharmazie).
Vom Trank bzw. der Substanz abhängig.


Ein Meister der Runenmagie beherrscht die o.g. Fähigkeiten doppelt so lange/ schnell bzw. wirkungsvoller (z.B. mit neuen Runen-Substrat-Kombinationen) und zusätzlich noch selbst entwickelte oder von seinem Ausbilder erworbene, spezielle Fähigkeiten. Das ist als erstes das Meisterstück, das im Rahmen des Vertiefungsstudiums entwickelt wird. Danach hat man als Meister die Möglichkeit, sich weiteren Forschungen zu widmen und Fähigkeiten zu erlernen. Man muss nicht für jede Fähigkeit ein Meisterstück ablegen, denn man kann sich mit seinen eigenen Forschungen so lange und intensiv beschäftigen, wie man will (oder Mittel dazu hat). Man veranschlagt für jede weiteren Meilenstein in der persönlichen Forschung 5 bis 7 Jahre.
Beispielrechnung für einen 40-jährigen Alchemisten, der mit 21 seine Ausbildung begonnen hat: Mit 26 Grundstudium abgeschlossen, mit 34 Meistertitel inkl. 1 Fähigkeit als Meisterstück erworben, mit 39 eine 2. Fähigkeit erlernt. Möglich sind noch 1 oder 2 weitere Tränke im Laufe der Forschungen.
Beispiele für Anwendungsgebiete eines Meisters der Runenmagie wären:

Gebiet Erklärung Beispielfähigkeit
Beeinflussung kognitiver/ psychischer Prozesse
Eine Erweiterung der Aktivierungs- und Schlafzustände, nur, dass man Hirnregionen stimuliert.
Ein Energiefeld herstellen, das verblassende Erinnerungen auffrischt, Emotionen verstärkt oder Verdrängtes ins Gedächtnis zurückholt.
Chemische/ physikalische Veränderung von Gegenständen
Volumen, Dichte, Temperatur usw. verändern
Einen Koffer für eine bestimmte Zeit mit einem Volumen von 50L mit 100L Inhalt füllen können oder Chemikalien verbinden, die unter natürlichen Umständen keine Verbindung eingehen
Alchemistische Pharmazie
Mithilfe von Vampirblut Substanzen verändern, neue Verbindungen erschaffen und sie dann auf einen Organismus anwenden.
Die Essenz des ewigen Lebens herstellen (erfordert allerdings neben Runen auch noch Hieroglyphen, d.h. einen Nekromanten) oder Medikamente entwickeln, die den Körper für eine bestimmte Dauer verändern/ modifizieren.


Die Anwendungsgebiete können nicht immer strikt voneinander getrennt werden und sich daher überschneiden. Es handelt sich um mögliche Rahmen, in denen konkrete Fähigkeiten erfunden und entwickelt werden können.
→ Allgemein nicht möglich: Beeinflussung von Zeit und Raum; Entwicklung organischer Stoffe/ Materie, die durch Einnahme den Körper dauerhaft und ganzheitlich verändern (z.B. Verwandlungen); Wirkung mit räumlicher Distanz (alles wirkt dort, wo es angewendet wird)
→ konkrete Beispiele können gerne bei der Charaktervorstellung besprochen werden!


II. Lehre: Divination/ Mantik

Als man die in Keilschrift verfassten Schriften entschlüsseln konnte, war die Freude groß. Man würde in die Zukunft sehen können! Doch die Euphorie erhielt einen harten Dämpfer, denn zwar gaben die Schriften eine Anleitung, um mithilfe der vier Elemente in die Zukunft sehen zu können, aber funktioniert hat es bei kaum einen Menschen. Wahrsagerei rutschte schon während der Renaissance in den Bereich des Aberglaubens und Betrügens ab, vielleicht sorgte eine gewisse skeptische Haltung gegenüber dieser Methode dafür, dass die meisten Alchemisten nicht offen für den Blick in die Zukunft waren.
In der Theorie kann man mithilfe von vier Methoden wahrsagen:
  • Geomantie: Das Lesen und Erkennen von Mustern in der Erde/ Boden bzw. das Werfen von kleinen Gegenständen auf ein Raster im Boden, aus dem man auf Basis einer Zahlenregel herauslesen kann, wie die Antwort der zuvor genannten Frage ist
  • Hydromantie: Das Sehen in ein Gewässer oder ein mit Wasser gefülltes Gefäß, in dem sich die Zukunft oder Gegenwart herauszeichnet
  • Aeromantie: Mit Blick in den Himmel und Lesen von Wolkenformation, Windstärke und –richtung und anderen meteorologischen Phänomen können vage Vorhersagen getroffen oder nahende Bedrohungen erkannt werden
  • Pyromantie: Es bezeichnet die Fähigkeit, aus dem Feuer und seinen Erscheinungen die Wahrheit oder die Zukunft vorhersagen zu können

Es heißt, der Wahrsager ist auf eine der vier Elemente spezialisiert und beherrscht nicht alle. Der einzig bekannte Alchemist, der erfolgreich in Divination war, war Emmett Cavendish, der die Zerstörung der Loge in London vorhersah, und daher zur Umsiedlung drängte. Tatsächlich wurde der Londoner Sitz im 1. Weltkrieg zerstört.
Aktuell befinden sich diese Lehren in Stonehaven in Obhut der Familie McAllister (mehr dazu s. Naturalisten).


III. Lehre: Nekromantie

Den Tod zu überlisten war stets ein menschliches Bestreben und motivierte Alchemisten von alters her. Die Unsterblichkeit ist eine Sache, für die es bis heute kein zuverlässiges Patentrezept (s. Essenz des ewigen Lebens) gibt. Die Macht, Tote zu beherrschen, ist allerdings mit Nekromantie möglich. Allgemein basiert die Magie auf Veränderung organischer Materie (Tier- und Menschengewebe) und die Beeinflussung von Geistern. Dies ist mit ägyptischen (Hiero)Glyphen möglich, die stets mit dem eigenen Blut geschrieben werden müssen.
Das Grundstudium kann in jeder Loge, in der es einen Meister der Nekromantie gibt, angeboten werden. Zum Vertiefungsstudium für seinen Meistertitel muss man allerdings nach Athen reisen und sich ausbilden lassen. Das ist nicht so leicht möglich, da die Ausbildungsplätze begrenzt sind und sich die Athener Loge mittels Genehmigungen gewisse Mitbestimmungsrechte sichern will (s. Grundstudium).
Im Grundstudium erwirbt der Lehrling folgende Fertigkeiten:

Fähigkeit Erklärung Nutzen
Geistersehen
Geister sichtbar machen, indem sie mit einer Glyphe, geschrieben mit dem eigenen Blut, in einen Kreis aus ägyptischen Sand ruft. Ob der Geist kommuniziert, hängt davon ab, wie stark er ist und welche Gründe es gibt, die ihn im Diesseits halten. Die Dauer seines Bleibens hngt von der Stärke des Geistes ab, mehr dazu s. Geister
Informationen erhalten, auch die Gründe, wieso der Geist nicht ins Jenseits wechselt.
Wiedererweckung (Tiere)
Leichen wiedererwecken, begrenzt auf Tiere, indem bei einem Ritual eine Glyphe mit dem eigenen Blut auf den Körper des Wiederzuerweckenden geschrieben wird. Die wiedererweckten Tiere sehen so aus, wie sie gestorben sind, und behalten das Stadium der Verwesung wie bei Eintritt des Todes bei. Ihnen können Befehle gegeben werden, die nicht komplexer sein können, als die, die das Tier auch in seinem lebendigen Zustand verstanden/ gelernt hätte, z.B. „Bewach die Tür“ wäre bei einem Hund möglich, aber nicht „Bewache die Tür zwischen 17 und 23 Uhr“. Der Befehl muss als Hieroglyphe dem Tier auf die Haut/ das Fell geschrieben werden, bzw. die Glyphe, die die Aufnahme des Befehls möglich macht. Viel mehr als das, also weitere Befehle, können nur sehr begrenzt später mündlich gegeben werden. Nach 12 Stunden verlässt das Leben den Wiederbelebten und er wird wieder zum Leichnam.
Macht über Verstorbenes gewinnen und ihm Befehle geben, z.B. zum Schutz.
Regeneration I
Nekromanten lernen schon in ihrer Grundausbildung, wie sie beschädigtes, totes (!) Gewebe wieder regenerieren können. Dazu ist ebenfalls der Einsatz ihres Blutes nötig. Die Wirkung ist dauerhaft.
Wiedererweckte weniger “tot” aussehen lassen oder post portum Körper wieder herstellen.
Tränke- und Substanzlehre (optional)
Je nach Lehrmeister und dessen Schwerpunkt können schon einige (meist 1-2) Tränke, Pulver und andere Substanzen im Grundstudium hergestellt werden u.a. der Trank, der den Blutdurst der Vampire verzögert. Da auf dieser Stufe kein Vampirblut eingesetzt wird, können die Substanzen keinen direkten Einfluss auf den menschlichen Organismus haben (anders als bei der Meisterfähigkeit alchemistische Pharmazie).
Vom Trank bzw. der Substanz abhängig.


Im Gegensatz zur Runenmagie spielen beim Erwerb nekromantischer Fähigkeiten sowohl moralische als auch bürokratische Bestimmungen eine Rolle, so muss man für seinen Meistertitel nicht nur ein Meisterstück einreichen, sondern auch eine Genehmigung bekommen. Da diese Genehmigung eine ca. 6-jährige Wartezeit inkludiert, läuft dieser Prozess zeitgleich mit dem Meisterstudium. Sobald die Wartezeit abgelaufen ist, muss man in Athen seine Fortschritte und – falls schon vollendet – sein Meisterstück demonstrieren. Dort wird entschieden, ob weitere Lehrzeit notwendig ist oder man ein Anrecht auf den Meistertitel hat – nicht selten hängen Zusagen auch von Beziehungen ab.

Auch jede weitere Fertigkeit nach Erlangen des Meistertitels ist mit einem bürokratischen Aufwand mit der Athener Loge verbunden. Man benötigt für jede Fähigkeit eine weitere Genehmigung und darf dafür wieder einige Jahre (mind. 5) warten; fehlt einem eine Genehmigung, aber wendet die Fähigkeit dennoch an, muss man mit dem Entzug seines Meistertitels rechnen. In der Theorie ist es also mögliche, schon diverse Fähigkeiten anwenden zu können, aber in der Praxis darf man nur das, wofür man Papiere hat. Die Athener Loge will ganz genau wissen, welcher Nekromantenmeister was beherrscht, weshalb in allen Logen mindestens zwei Meister vorhanden sein müssen, um sich gegenseitig zu überwachen. Offiziell wird es Buddy-System genannt, doch jeder weiß, dass von einem erwartet wird, andere Meister in Athen zu melden, sollte man Beweise dafür haben, dass er eine Fähigkeit ohne Genehmigung bzw. ohne sich im Genehmigungsverfahren zu befinden, anwendet.

Folgende Fähigkeiten sind Teil des Meisterstudiums, d.h. sie werden ohne zusätzlichen Antrag auf Genehmigung in Athen vermittelt. In ihnen kann auch das Meisterstück entwickelt werden, muss aber nicht:
  • Wiedererweckung II: Man darf Menschen mit schriftlicher Erlaubnis (Unterschriften aller Ratsmitglieder) für ein Projekt begrenzter Dauer wiederwecken. Es besteht in der Praxis kein Unterschied zwischen der Wiedererweckung eines verstorbenen Tieres oder Menschen. Es ist eine Frage der Moral und der praktischen Umsetzung, immerhin findet man menschliche Leichen nicht am Straßenrand. Der Nekromant kann dem Wiedererweckten auch einfache Befehle auf den Körper schreiben, die ausgeführt werden, aber auch verbal mitgeben, wenn die entsprechende Glyphe (für Gehorsam) aufgezeichnet wurde. Mehr als 2 oder 3 Befehle übersteigen aber schon die kognitiven Fertigkeiten des Wiederbelebten, der übrigens auch keinen eigenen Antrieb oder Selbstschutz besitzt. Er würde auf Befehl auch von der Klippe springen. Aufgeschriebene Befehle erlöschen, wenn man die Glyphen auf dem Körper verwischt. Erst dann (oder man zerlegt ihn in Einzelteile) wird der Wiedererweckte auch wieder leblos.
  • Regeneration II: Während im Grundstudium nur verstorbene Körper wieder „hergestellt“ werden können, so lernt ein Alchemist in seinem Meisterstudium, wie man unter Einsatz von einer künstlich erschaffenen Biomasse Wunden eines lebendigen Körpers schließen kann. Besagte Biomasse ist eine veränderte Form von totem Gewebe gemischt mit dem Blut des Nekromanten, das in der Lage ist, sich Körperzellen anzupassen und sie zu reparieren. Diese Art der Regeneration ähnelt mehr einer Transplantation, da das geheilte Gewebe niemals vollständig dem eigenen Körper angehört. Nach Regeneration bleiben ein Leben lang sichtbare Spuren zurück und es wird niemals 100% körpereigen sein. Komplette Organe zu ersetzen wäre nichts, das man „einfach so“ erlernt, sondern schon Inhalt eines Meisterstücks.

Mit einem der folgenden Fertigkeiten kann das Meisterstück entwickelt werden, mit dem man den Meistertitel erlangt (keine weitere Genehmigung nötig), ODER sie werden erst nach dem Titel erworben und benötigen jeweils eine zusätzliche Genehmigung (frühestens alle 5 Jahre zu vergeben).

Fähigkeit Erklärung Nutzen
Geisterbindung an einen Gegenstand
Geister im Diesseits sind manchmal an ihren Überresten oder an Gegenständen gebunden (s. Geister). Ist dies der Fall, kann man dem auf den Grund gehen und den Geist damit „erlösen“. Es ist aber auch möglich, einen Geist – egal ob schwach oder stark – zu zwingen, sich an einen beliebigen Gegenstand zu binden. So könnte man ihn z.B. von einem Ort entfernen. Das Ritual dazu beginnt wie mit dem Geistersehen, nur befindet sich in dem Kreis der besagte Gegenstand mit einer Glyphe darauf. Der Geist wird so gezwungen, sich an den Gegenstand zu binden. Vorsicht mit wütenden Geistern! Sie könnten verhindern wollen, dass man den Gegenstand an sich nimmt, oder ihren Träger verletzen. Einmal gebunden, kann sich der Geist nicht wieder lösen, wohl aber noch minimal seine Umgebung beeinflussen (man spricht dann gern von „verfluchten“ Gegenständen, da sie ihrem Träger eher Unglück bringen).
Geister von einem Ort entfernen und damit “sichern”, oder daran hindern, ins Jenseits zu gehen, z.B. weil man sein Wissen nicht verlieren will (moralisch fragwürdig).
Talismanherstellung
Diese Fähigkeit ist nur möglich, wenn man in der Lage ist, einen Geist an einen Gegenstand zu binden (s.o.). Es ist wohl kaum von eigenem Nutzen, einen Gegenstand mit einem wütenden Geist bei sich zu tragen, wohl aber, einen Talisman herzustellen, der die Kraft des Geistes bündelt und zum eigenen Schutz umwandelt. Die Energie, die ein starker Geist wirken kann (s. Geister) kann durch einen Talisman, an den man den Geist bindet, genutzt werden, um seinen Träger zu schützen. Je nach Qualität des Talismans, kann er so lange wirken, wie der Geist daran gebunden ist. Achtung; wenn der Talisman nicht mehr wirkt, richtet sich die Kraft des Geistes schnell gegen seinen Träger!
Eigener Schutz (z.B. Energiefeld aufbauen und vor fliegenden Gegenständen schützen) oder aber einen an einem („verfluchten“) Gegenstand gebundenen Geist daran hindern, seinem Träger zu schaden.
Körper formen
Voraussetzung: Regeneration II. Statt einen verstorbenen Körper wiederzuerwecken, kann man auch einen eigenen Körper zusammenfügen. Dies erfordert sehr gute medizinische Kenntnisse, die Herstellung der Biomasse und Zeit, wenn man mehr als nur ein Wirrwarr aus Knochen und Fleisch erwecken will. Kann der Körper „belebt“ werden, gelten die gleichen Regeln, wieder zur Wiedererweckung, doch der Vorteil ist, dass man diesen Körper auf eine Aufgabe spezialisieren kann, die man nicht zusätzlich mit Glyphen auf dem Körper festhalten muss. Das bedeutet also, dass dieser Körper seiner Aufgabe so lange nachkommt, bis er zerstört wird.
Erschaffung eines Körpers mit spezieller Aufgabe/ Zweck (Botengänge) und Anpassung (z.B. widerstandsfähiger, schneller usw.), ohne dabei – im besten Fall – „tot“ auszusehen.
Sehen durch die Augen Wiedererweckter
Man kann einem Wiedererweckten, egal ob Mensch oder Tier, eine zusätzliche Hieroglyphe auftragen, um eine visuelle Verbindung herzustellen. Dies funktioniert nur, wenn der Nekromant die gleiche Glyphe an seinem Körper trägt und sich in einer ruhigen Umgebung aufhält, in der er ungestört die Augen schließen kann. Tut er das nicht, überlappt sich seine eigene Sicht mit der des Wiedererweckten und er hat arge Orientierungsprobleme. Die Verbindung kann erst wieder abgebrochen werden, wenn der Wiedererweckte zurückkehrt und man ihm die Hieroglyphe entfernt oder man den Wiedererweckten tötet/ zerstört. Allein deshalb findet diese Verbindung nur zeitlich begrenzt statt.
Spionage und Erkundungen
Evokation
Einen Geist aus dem Jenseits rufen, der aus der eigenen Blutlinie stammt, und ihn in den eigenen Körper einladen, um seine Erfahrungen, Erinnerungen und sein Wissen kurzzeitig zu übernehmen. Eine sehr gewagte Methode, da der Geist den Körper, sogar das eigene Denken, komplett kontrollieren könnte. Die einzige Absicherung ist die, dass ein gerufener Geist prinzipiell nur wenige Stunden im Diesseits verbleiben kann und danach wieder verschwindet. Das, was der Nekromant zur Zeit der Besessenheit in seinem Kopf an Wissen oder Fertigkeiten hatte, ist danach wieder komplett verschwunden. Die Anwesenheit eines anderen Nekromanten wird unbedingt empfohlen, um zu verhindern, dass der Besessene dem (vlt. destruktiven) Willen nachkommt.
Wissen von seinen Vorfahren erlangen (Wissen muss von einer weiteren Person festgehalten werden).
Alchemistische Pharmazie
Mithilfe von Vampirblut Substanzen verändern, neue Verbindungen erschaffen und sie dann auf einen Organismus anwenden - dies können sowohl Meister der I. als auch der III. Lehre lernen. Die Essenz des ewigen Lebens herstellen (erfordert allerdings neben Glyphen auch noch Runen, d.h. einen Runenmagier) oder Medikamente entwickeln, die den Körper für eine bestimmte Dauer verändern/ modifizieren. Hieroglyphen können vor allem benutzt werden, um Blut außerhalb des Körpers zu beeinflussen und dem Organismus in veränderter Form wieder zuzuführen.
Heilung bzw. alle Möglichkeiten, die die moderne Medizin bietet.

→ konkrete Beispiele können gerne bei der Charaktervorstellung besprochen werden!




Was in Prag begann, wurde bald in anderen Logen übernommen; die Kontaktaufnahme und projekt- und forschungsbasierte Zusammenarbeit mit Vampiren. Bis dahin wusste man voneinander, da man im Hintergrund des Weltgeschehens agierte, aber man hatte sich gemieden. Das änderte sich, als einige Alchemisten mithilfe des Vampirbluts Forschung betreiben konnten, die ihnen und den Vampiren dienlich war. Da bis heute keine bindenden Verträge zum Bluthandel als solcher zwischen Logen und Vampiren geschlossen wurde, hängt die Form und Intensität der Zusammenarbeit von den lokalen Gegebenheiten ab. Nur eine Sache hat sich einvernehmlich und stillschweigend seit dem 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart gezogen: die Geheimhaltung über die Existenz des jeweils anderen.
Der heutige Handel in Edinburgh beinhaltet:
  • Der Trank, der den Blutdurst der Vampire hinauszögert: Er besteht aus einer veränderten Form des menschlichen Hämoglobins und hält sich nur drei Tage, daher sollte man ihn schnell konsumieren. Selbst moderne Konservierungsmethoden haben es nicht geschafft, ihn haltbarer zu machen. Er wird in Reagenzgläsern/ Ampullen überreicht und die Wirkung hält bis zu 20 Stunden an. Doch auch wenn der Durst unterdrückt wird, so wird der Vampirkörper schwächer, d. h. der Trank kann kein Blut ersetzen. Beliebt bei Jungvampiren.
  • Die Essenz des ewigen Lebens (ius vitae): Sie wird aus Vampirblut gewonnen und verlängert das Leben der Alchemisten. Die Art, Dauer und Form der Essenz variiert stets, da man stets daran arbeitet, die Wirkung zu verbessern. Alchemisten haben keinen Anspruch auf das Serum, sondern müssen es sich in der Loge verdienen. Es heißt, nur wer außerordentliches Engagement und Talent beweist, würde in die Auswahl kommen. Doch Fakt ist: Es wird nie offen darüber geredet. Man weiß, dass der Logenmeister und die anderen Ratsmitglieder alt sind. Man weiß aber nicht, wie alt und genauso wenig ist anderen Mitgliedern bekannt, was genau sie tun, um dies zu erreichen. Aufgrund dieser Geheimniskrämerei kam es in vielen Logen zu internen Konflikten und Brüchen und sie ist immer noch Gegenstand von Diskussionen. Mehr dazu in unserem → Wiki.

Ziel der Alchemisten ist es, eine stabile, verlässliche Formel zur lebensverlängernden Essenz zu gewinnen. Dass sie dazu den Handel mit den Vampiren aufrechterhalten müssen, ist aktuell noch eine unumgängliche Notwendigkeit. Doch nicht alle Vampire sind bereit, ihr Blut dafür herzugeben, vor allem dann nicht, wenn sie keinen Bedarf an einem Trank haben, der ihren Blutdurst hinauszögert. Weniger als die Hälfte der Vampire, die in Edinburgh leben, pflegen daher regelmäßigen Kontakt zu Alchemisten (aber auch deshalb, weil die Alchemisten lieber wenige enge, als viele lockere Beziehungen pflegen). Die Dienstleistungen und Zahlungsmittel zwischen dem forschenden Alchemisten und dem Vampir müssen auf Basis von persönlicher Interessen, Nutzen und eben individueller Übereinkünfte immer wieder neu ausgehandelt werden und richten sich nach Angebot und Nachfrage.

Letzte Änderung: 06.03.2022

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  Fakten über Schottland
Geschrieben von: Major Weir - 28.05.2020, 16:44 - Forum: Landeskunde Schottland - Keine Antworten

Fakten über Schottland

Schottland ist ein weitgehend autonomes Gebiet im nördlichen Landesteil der Insel Großbritannien. Es wird in drei Regionen aufgeteilt: Highlands, Central Lowlands und Southern Uplands. Schottlands Hauptstadt ist Edinburgh (Central Lowlands), aber die bevölkerungsreichste Stadt ist Glasgow mit ca. 590.500 Einwohnern, ungefähr 130.000 mehr Einwohnern als Edinburgh. Insgesamt leben in Schottland ca. 5,4 Millionen Menschen. Über 30% der Bevölkerung gehören der Church of Scotland (protestantisch) an, 16% der römisch-katholischen Kirche und 36% sind bekenntnislos. Die restlichen Prozentanteile verteilen sich auf Islam, Buddhismus u.a.
Das Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II. und die Regierungschefin (Erste Ministerin) ist Nicola Sturgeon.

Das Wetter ist gemäßigt, aber unbeständig und kälter als in anderen Regionen Großbritanniens, was an den höheren Lagen liegt. Allgemein ist der Westen wärmer als der Osten Schottlands, da durch den Golfstrom das Wasser des Atlantiks wärmer als das der Nordsee ist. Durchschnittliche Temperaturen im Winter liegen bei 5 Grad und im Sommer bei 18 Grad.


Volljährigkeit

Volljährig ist man in Schottland bereits ab dem vollendeten 16. Lebensjahr, doch die Rechte und Pflichten sind noch stark eingeschränkt im Vergleich zu einem Bürger, der das 18. oder gar21. Lebensjahr vollendet hat.

Mit 16 Jahren darf/kann man u.a.:
  • Heiraten bzw. eine Partnerschaft eintragen lassen
  • (einvernehmlichen) Geschlechtsverkehr mit Personen älter als 16 Jahren haben (ausgenommen verbeamtete Personen, z.B. Lehrer, Polizisten)
  • aus dem Elternhaus ausziehen
  • fast alle Bankservices in Anspruch nehmen
  • die Schule verlassen
  • Vollzeit arbeiten
  • der Armee beitreten
Was man aber noch nicht darf:
  • Führerschein machen (ab 17)
  • Blut spenden (ab 17)
  • (allein) Alkohol und Zigaretten kaufen (ab 18)
  • (allein) Pubs/Bars/Clubs betreten oder dort arbeiten (ab 18 bzw. 21)*
  • tätowiert werden, auch nicht mit Einverständniserklärung der Eltern (ab 18)
  • Kredite aufnehmen (ab 18)
*In Edinburghs Innenstadt versucht man die Zahl der jungen Trinker zu reduzieren, indem viele Pubbesitzer eine Altersrestriktion von 21 Jahren (teilw. sogar 23 Jahren) ab 21/22 Uhr eingeführt haben (vom Nachbarn Irland abgeguckt); diese steht an der Eingangstür, wird aber nur bei Auffälligkeiten überprüft

Die Liste ist nicht vollständig und soll nur einen groben Überblick bieten. Bei spezifischen Fragen kann man noch gemeinsam recherchieren.

Traditionen

Whisky, Dudelsack und Schottenrock – Aushängeschilder Schottlands und weltweit bekannt. Abgesehen vom Whisky sind sie aber nichts Alltägliches. So trägt man den Kilt, den von Männern getragenen Schottenrock, heute nur zu besonderen Anlässen, z.B. Hochzeiten, Ceilidhs or den Highland Games.
Das Spiel auf dem Dudelsack bzw. der Sackpfeife hat sich aufgrund der Militärmusik der Briten weltweit verbreitet. Die Sackpfeife wird als Nationalinstrument angesehen und ist Teil von Großveranstaltungen, z.B. zur Formation beim jährlichen Edinburgh Military Tattoo (dem größten Musikfestival Schottlands). Weil das Instrument so laut ist, erwägt man einen Gehörschutz für professionelle Piper (Sackpfeifen-Musiker) verpflichtend zu machen.
Ceilidh kommt aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie ‚Zusammensein‘, eine gesellige Zusammenkunft von Leuten, also kurzum: eine Party. Heute bezeichnet man nur Tanzveranstaltungen so, und zwar solche, wo traditionelle Céilí-Tänze getanzt werden. Zu jenen trägt man auch den Kilt.
Die Highland Games sind traditionelle Wettkämpfe, die noch aus der Zeit kommen, wo die Könige die stärksten Männer auswählen wollten, um sie als Leibgarde einzustellen. Heute gibt es bis zu 100 Wettkämpfe im Jahr, die mit traditioneller Musik und Tanz begleitet werden, und quasi so etwas wie Volksfeste geworden sind. Die Disziplinen sind u.a. Baumstammwerfen, Gewichtweitwurf, Steinstoßen, Hammerwerfen, Heusackhochwurf… und andere kuriose Dinge, die man werfen, ziehen oder rollen kann.

Mentalität

Böse Stereotype! Aber in jedem Vorurteil steckt auch immer ein Funken Wahrheit. Ob dieser nun größer oder kleiner ist, hängt natürlich von jedem Individuum ab.
Schotten gelten als…
…geizig oder zumindest sparsam, vermutlich reicht es sonst nicht für den Whisky
…höflich aber reserviert, wenn man sie nicht gut kennt
…direkt in your face, wenn du nach ihrer Meinung fragst
…patriotisch, selbst wenn sie gerne über das Wetter oder die Politik nörgeln
…wagemutig und verwegen, denn Unterwäsche ist was für Warmduscher
…gesellig, wenn sie dich besser kennen
…ausgezeichnete Liebhaber
…abergläubisch, weil Geister vielleicht wirklich existieren
…ausgelassen, wenn gefeiert wird
…arbeitstüchtig, da die Großeltern schon hart anpacken mussten
…Genießer ihrer Küche, die aber auch sonst keiner mag (aber best Hangover-Food!)
...sehr gastfreundlich und stellen dir auch bei einem kurzen Besuch ihre ganze Verwandtschaft vor

Wusstest du, das...
  • Schottland das Geburtsland von Golf ist?
  • Scotch Whisky das – wen wundert’s? – Nationalgetränk ist?
  • Schottland 790 Inseln hat und davon nur 130 bewohnt sind?
  • Schottland ca. 3000 Burgen hat?
  • der höchste Berg Großbritanniens namens Ben Nevis mit 1345 Metern in Schottland ist?
  • Schottland mit 14% den höchsten Bevölkerungsanteil von rothaarigen Menschen hat? Hinzu kommt noch, dass 40% der Bevölkerung das rezessive Gen für rote Haare in sich trägt.
  • hier die meisten von Großbritanniens blauäugigen Menschen leben?
  • das Einhorn das nationale Wappentier ist?
  • es drei Amtssprachen gibt? Englisch, Scots und Schottisch-Gälisch (1,1%)
  • der Gälische Name für Schottland „Alba“ ist?
  • Schottland nur 6 offiziell anerkannte Städte hat? Edinburgh, Glasgow, Aberdeen, Inverness, Dundee und Stirling
  • das tiefste Loch nicht Loch Ness, sondern Loch Morar ist (328 Meter)?
  • es zwei Schotten waren, die Fernsehen und Telefon erfanden?

Quellen
  1. Regeln zu Pubs & Alkohol: Scottish Government
  2. Vollmacht: Wikipedia
  3. Blutspende: Offizieller Blutspendedienst
  4. Mentalität: Reasons why you should date a Scottish person
  5. Fakten: 10 Cool facts about Scotland

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